Der Bär gehört weg

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In der Steiermark (Österreich) macht sich seit 2 Wochen ein Braunbär ziemlich unbeliebt: Im Almgebiet Donnersbachwald hat er inzwischen schon fast 40 Schafe gerissen. Während die Züchter begonnen haben, ihre Herden von den Almen zu treiben, sind die Experten ratlos.

 

Mittlerweile sind sich Landwirtschaftskammer, Bundeszuchtverband und die Betroffenen im Ennstal einig: Der Bär muss weg! Der 6 Jahre alte Bär aus dem italienischen Trentino, welcher 2009 nach Österreich einwanderte, soll nun betäubt und umgesiedelt werden. Dieser Wunsch liegt dem zuständigen Umwelt-Landesrat Gerhard Kurzmann und Landesrat Johann Seitinger vor. Man hofft, dass auch Österreichs Bärenanwalt Georg Rauer sein Einverständnis dazu gibt. Allerdings hält dieser die Vorgangsweise für wenig sinnvoll.
Was man hingegen mit den Kadavern der gerissenen Schafe macht, ist unklar. Amtstierarzt Robert Gruber äußerte vor der Kleinen Zeitung Bedenken, dass der Abtransport überhaupt möglich sei. Die Verwesung sei teils zu weit fortgeschritten.
Die Zahl an Braunbären in Österreich wird auf 5 Stück geschätzt. Der Bär in Donnersbachwald scheint momentan auf Partnersuche zu sein. Als „Problembär“ wird der Petz nicht eingestuft. Er zeigte sich bisher menschenscheu.
 
 
as
 


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