IUCN: Wie die Anti-Jagd-Aktivisten fälschen

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Derzeit läuft eine weltweite Kampagne gegen die Jagd, bei der Anti-Jagd-Organisationen aus vielen Ländern koordiniert zusammenarbeiten.

Vor wenigen Tagen wurde eine spektakuläre Meldung verbreitet und vielfach nachgedruckt. Die Weltnaturschutzunion IUCN habe in einem Bericht ihrer Ethik Kommission festgestellt, dass Jagd gegen das von der IUCN vertretene Prinzip der nachhaltigen Ressourcennutzung verstoße. Jagdorganisationen müssten deshalb aus der IUCN ausgeschlossen werden.

Quelle: IUCN

Die ganze Litanei der üblichen und unbelegten Vorwürfe gegen die Jagd wurde wiederholt. IUCN-Mitglieder wurden diffamiert. Der Bericht schien auch deshalb echt zu sein, da er auf einer IUCN Website erschien. Dort verschwand er allerdings nach einem Tag wieder. IUCN ließ verlauten, der Bericht sei weder ein Dokument der Organisation noch habe er einen offiziellen Status.

Am 9. Oktober gab die IUCN nun ein offizielles Statement heraus. Dort wird klargestellt, dass es sich bei dem Papier um eine von mehreren Meinungsäußerungen handelt, die von der Ratsversammlung des IUCN im November 2017 angefordert worden waren, als über die Mitgliedschaft des Internationalen Fonds für Tierwohlfahrt (IFAW) entschieden wurde. Die Stellungnahme einer Untergruppe der Kommission für Umweltrecht aus dem Jahr 2017 reflektiere keinesfalls die Position der IUCN.

Die Frage bleibt, wer in der IUCN das zwei Jahre alte Dokument auf der Nachrichtenseite der Organisation online gestellt hat.

rdb