Jagdverbände pro nachhaltige Auslandsjagd

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Die Tierrechtsszene streut aktuell Falschinformationen zur Trophäenjagd, um Petitionen für Jagdverbote oder für Importbeschränkungen von Jagdtrophäen aus dem Ausland zu befeuern.

Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) rufen zur faktenbasierten Diskussion auf und verweisen auf die Bedeutung der Auslandsjagd für Artenschutz und die Bevölkerung vor Ort.

Dank nachhaltiger Jagd wachsen u.a. die Elefantenbestände in Namibia. (Foto: Falk Haacker)

„Jagdverbote haben beispielsweise in Kenia dazu geführt, dass jedes Wildvorkommen außerhalb von Nationalparken praktisch erloschen ist. In Ländern mit nachhaltigem Jagdmanagement wie beispielsweise Namibia wachsen die Bestände ikonischer Arten wie Löwe, Elefant oder Nashorn oder sind auf hohem Niveau stabil“, so Dr. Wilhelm von Trott, Leiter der deutschen Delegation des CIC. Der Zuwachs an lokalen Schutzgemeinschaften (Conservancies) in Namibia, die bis zu 100 Prozent ihres Einkommens aus nachhaltiger Jagd generieren, hat es ermöglicht, dass die Elefantenpopulation von 7.500 im Jahr 1995 auf heute mehr als 22.000 Exemplare anwachsen konnte.

Pohamba Shifeta, Umweltminister Namibias, adressierte anlässlich der Generalversammlung des namibischen Jagdverbandes (NAPHA) im November 2018 direkt an die Tierrechtler: „Unser erfolgreiches Schutzprogramm, das gemäß unserer Verfassung auf einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen basiert, wird von Tierrechtsaktivisten angegriffen. Unser Programm fördert den Schutz und sichert gleichzeitig einen greifbaren Nutzen für unsere lokalen Gemeinschaften, die mit Wildtieren leben müssen.“

Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) stellte 2016 fest, dass eine beträchtliche Anzahl indigener und örtlicher Kommunen die Jagd selbstbestimmt nutzt um Anreize für den Wildtierschutz und Einnahmen zu schaffen. „Ich warne vor populistischer Einmischung in das nachhaltige Wildmanagement souveräner Staaten. Bei unseren afrikanischen Partnern entsteht hier schnell der Eindruck neokolonialistischer Bestrebungen aus Europa“, sagt DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe. Eine Konferenz afrikanischer Staaten im Frühjahr 2018 forderte vom EU-Parlament, ihnen selbst die Verantwortung und Entscheidung über den nachhaltigen Umgang mit ihren Wildtieren zuzugestehen. Forderungen nach Import- oder Jagdverboten diskriminieren damit bewusst das völkerrechtlich verbriefte Menschenrecht auf Selbstbestimmung ohne realistische Alternativen zu bieten.

Erst 2017 erteilte das Bundesumweltministerium (BMU) einer Petition von Tierrechtsaktivisten eine klare Absage, wonach aus seiner Sicht pauschale Importbeschränkungen für Jagdtrophäen nicht zu rechtfertigen sind, da so viele gute Artenschutzprojekte gefährdet würden.

pm