Kasachstan will Tiger wieder ansiedeln

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70 Jahre ist es her, dass der Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica) in Zentralasien in freier Wildbahn ausgerottet wurde. Nun soll er wieder angesiedelt werden.

In Zusammenarbeit mit dem WWF soll an der Mündung des Flusses Ili in den Balchasch-See im Südosten Kasachstan ein Schutzgebiet entstehen. Das Projekt gehört zu dem 2010 begonnenen Plan „T x 2“, mit dem bis 2022 die Zahl der Tiger in Freiheit verdoppelt werden soll. Damals lebten nur noch 3200 Tiger.

Nach WWF-Mitteilung gelang es bis 2016 durch verbesserte Schutzmaßnahmen in Indien, Nepal, China und Russland den Bestand auf rund 3900 Tiger zu erhöhen. Im Steppenland Kasachstan fehlen zwar dichte Wälder, der normale Lebensraum der großen Katzen, an den Ufern der großen Seen gibt es aber ausgedehnte Schilflandschaften mit hohem Gras als geeignetes Biotop.

dk

JWW