Mexiko: Blutbad in den Zirkussen

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Trotz Ausstiegsplan blieben viele Tiere nach dem Aus der Zirkusse auf der Strecke. (Symbolbild: Andrey – stock.adobe.com)

In Mexiko hat die Tierrechtslobby ein Verbot von exotischen Zirkustieren durchgesetzt. Doch was geschah mit all den Tigern und Elefanten, die meist seit vielen Generationen in menschlicher Obhut gezüchtet und gehalten worden waren?

2015 trat ein Verbot von exotischen Tieren in Zirkussen in Kraft. Vorausgegangen war eine aufwendige Kampagne verschiedener Tierorganisationen und der mexikanischen Grünen Partei gegen die Haltung und das Auftreten solcher Wildtiere wegen angeblicher Tierquälerei. International berichteten die Medien damals umfänglich über die Kampagne und den Erfolg der Tieraktivisten. Interessanterweise wurde aber so gut wie nicht darüber informiert, was im Anschluss mit den Tieren geschah. Die Tierorganisationen, die als Teil ihrer Kampagne erhebliche Spenden einfuhren, hatten behauptet, sie hätten einen Ausstiegsplan für die betroffenen Tiere.

Das britische „Country Squire Magazine“ ist nun der Frage nachgegangen.Vor dem Bann gab es in Mexiko die erstaunliche Anzahl von 700 Zirkussen. Davon haben nur 300 überlebt. Tausende Menschen wurden arbeitslos. Die meisten Zirkusse, die von hohen Geldstrafen bedroht wurden, gaben ihre Tiere an Zoos oder private Interessenten weiter, wenn die Tiere nicht direkt euthanasiert wurden. Die Umsiedlung bekam vielen der exotischen Tiere aber nicht gut und sie verendeten. Das „Country Squire Magazine“ spricht von bis zu 2.000 toten Zirkustieren. Andere Quellen schätzen, dass mindestens 20% der vormals 4.000 Zirkustiere verendet sind.

Diese Zahlen zeigten den totalen Mangel an Empathie, den die Tierrechtsgruppen und die mexikanische Grüne Partei in Wirklichkeit für die Tiere hätten, schlußfolgert das britische Magazin.

rdb

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