Plastik tötet wandernde Tierarten

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Seit Beginn der industriellen Plastikproduktion wurden laut UN 8,3 Milliarden Tonnen des vielfältig nutzbaren Materials hergestellt. Ein erheblicher Teil davon befindet sich als Müll an Land oder wabert durch die Flüsse und Weltmeere.

2030 werden alljährlich 53 Millionen Tonnen im Wasser enden, selbst wenn alle möglichen Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Ohne besseres Abfall-Management werden es bis zu 90 Millionen Tonnen sein. Die Plastikflut hat auch ernste Auswirkungen auf die Tierwelt, insbesondere auf die sogenannten wandernden Tierarten. Das weist jetzt eine umfangreiche Fallstudie der in Bonn angesiedelten UN-Konvention zur Erhaltung der wandernden Tierarten nach (CMS).

Zwei Elefanten auf einer Müllkippe
Foto: AdobeStock/little_mouse

Am stärksten sind im Wasser lebende Tiere betroffen, danach Vögel. Sie verfangen sich in Plastikmüll, Schnüren und Netzen und finden oft ein qualvolles Ende. An Land lebende Säugetiere werden auch geschädigt, insbesondere dadurch, dass sie Plastik aufnehmen. Bei ihnen ist aber bislang die Datenlage noch unzureichend. Als Beispiel wird der indische Elefant genannt. Die Tiere suchen in Indien und Sri Lanka häufig Müllhalden auf und können an verzehrtem Plastik verenden. Interessanterweise suchen auch Bären Futter im Müll, können aber offensichtlich besser unterscheiden, was nahrhaft ist und was, wie Plastik, gemieden werden sollte.

CMS fordert unter anderem die Verringerung der Plastikflut, Recycling und ein besseres Müll-Management.

rdb

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