Schuss durch Hund

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Dass ein bedachter Umgang mit der Waffe jederzeit erforderlich ist, zeigte das vergangene Wochenende. In Niederösterreich zerfetzte ein Gewehrgeschoss die linke Hand eines Jägers. Ausgelöst wurde der Schuss voraussichtlich durch seinen vierläufigen Jagdbegleiter.

 

Schuss
Vorsicht bei der Kombination Gewehr, Hund und Leine! Foto: © PHB.cz – Fotolia.com
Der 66-Jährige war am Sonntag in den frühen Morgenstunden im Wald des Naturparks Seebenstein auf der Pirsch. Gemeinsam mit dem Vierbeiner ging es auf den Hochsitz. Laut Polizei wollte der Jäger das Weglaufen des Jagdhundes verhindern und verriegelte deshalb die Tür des Hochsitzes mit dem dafür vorgesehenen Haken. Dabei muss sich die Hundeleine im Abzug des Gewehres verhakt haben. Der so gelöste Schuss zerfetzte einen großen Teil seiner linken Hand. Ein Jagdkollege des 66-Jährigen alarmierte die Rettungsmannschaften.
 
Bei der Notoperation am Sonntag wurden 3 Finger gerettet. Laut Oberarzt des Unfallkrankenhauses Meidling geht es dem Jäger den Umständen entsprechend gut. Ab Dienstag sind weitere Operationen zur Wiederherstellung der Greiffunktion mit den verbliebenen Fingern angesetzt.
 
 
orf/dmk