Schweiz: Initiative zur Abschaffung der Jagd im Kanton Zürich durchgefallen

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84 % Nein-Stimmen gab es am gestrigen Sonntag bei der Volksabstimmung über die Abschaffung der Jagd im Kanton Zürich.

Die Initiative „Wildhüter statt Jäger“ war damit mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Die Tierrechtler geben sich allerdings nicht geschlagen. Sie sehen eine Verschwörung am Werk und wollen baldmöglichst eine neue Volksabstimmung starten.

Bereits der Kantonsrat hatte vorher die Initiative einstimmig abgelehnt. Selbst der grüne Kantonsrat Robert Brunner hatte Ablehnung empfohlen. Er befürchtete mehr Verbiss und mehr Zäune im Wald, wenn bezahlte Wildhüter die Jäger bei der Bejagung des Schalenwildes ablösen würden.

Gescheitert: Die Initiative wollte die „Hobby“-Jagd im Kanton Zürich verbieten (Foto: Shutterstock)

Im Kanton Zürich üben 1.300 Jäger und 280 Jagdaufseher in 171 Revieren die Jagd aus. Jährlich werden u.a. 4.500 Rehe und 600 bis 1.500 Wildschweine erlegt. Über 4.000-mal rücken die Jäger jedes Jahr zu Wildunfällen aus und zahlen 250.000 bis 350.000 Franken für Wildschweinschäden.

rdb