Tansania: Jagdblocks sollen in Zukunft versteigert werden

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Unerwartet hat die Regierung bekannt gegeben, dass in Zukunft die Jagdblocks des Landes versteigert werden. Bisher werden sie in einem korruptionsanfälligen System von der Wildschutzbehörde an Jagdfirmen vergeben.

Die gute Nachricht ist, dass alle Jagden in diesem Jahr ohne Änderung durchgeführt werden. Die schlechte ist, dass alle Pachtverträge für 2018 aufgehoben werden sollen, ohne dass feststeht, wie das neue System aussehen wird.

Hammer

Besser wäre es, wenn man zunächst mit fachlicher Beratung und ohne Zeitdruck die zukünftigen Vergabemodalitäten erarbeitet, während das bisherige Jagdsystem weiter gilt. Ansonsten lassen sich Jagden für 2018 kaum verkaufen. Tansania würde erneut schweren wirtschaftlichen Schaden nehmen. In der letzten Dekade sind bereits die Hälfte der Jagderträge weggebrochen. Ein Drittel aller Jagdblocks ist vakant.

Grundsätzlich ist eine Versteigerung der Jagdblocks der richtige Weg. Fachleute haben dies der Regierung seit 1988 geraten. Korruption hat dies aber verhindert. Der Übergang zum neuen System muss allerdings professionell vorbereitet und umgesetzt werden, am besten schrittweise. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Jagd in Tansania erneut Schaden nimmt.

rdb

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