Weltgrößtes Feuchtgebiet besser managen

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Brazzaville und Kinshasa (Republik Kongo/Demokratische Republik Kongo) unterzeichneten Ende Februar eine völkerrechtliche Vereinbarung über den besseren Schutz des grenzüberschreitenden Feuchtgebiets um die Seen Tele und Tumba im Kongobecken. Auch die Zusammenarbeit bei der Wildereibekämpfung soll effektiviert werden.

Bei dem international weitgehend unbekannten Gebiet mit einer Größe von 126.000 km2 handelt es sich um eines der größten Feucht- und Sumpfgebiete der Welt. Neuerdings wurde dort auch eines der größten Hochmoore entdeckt. Es gibt dort drei wenig gemanagte Naturschutzgebiete. Außerdem ist die Fläche als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (RAMSAR) deklariert, was allerdings auch kaum zusätzlichen Schutz bietet. Zwei Millionen Menschen sind von dem Naturraum abhängig, der auch von Bedeutung für das Weltklima ist.

(Karte: WWF)

Die Landschaft ist Heimat von Waldelefanten, Büffeln, Leoparden, sieben Duckerarten und zahlreichen anderen Antilopen, zum Teil seltenen Unterarten. Schimpansen und Bonobos bilden dort eine der größten Konzentrationen an Primaten in Afrika. Neben dem Nilkrokodil kommen auch die wenig verbreiteten Stumpf- und Panzerkrokodile vor.

Der WWF ist seit Jahren beim Schutz der Flächen in Zusammenarbeit mit der örtlichen Bevölkerung aktiv.

rdb