Bundes-Umweltministerium weist Forderung nach Verbot der Trophäeneinfuhr zurück

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Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat die Forderung nach einem Verbot der Einfuhr von Trophäen gefährdeter Tierarten zurückgewiesen.

Verschiedene Tierrechts- und Anti-Jagdorganisationen mit Unterstützung von Nabu und Deutschem Naturschutzring hatten am 17. Mai Staatssekretär Flasbarth in Bonn eine Petition mit der Verbotsforderung übergeben. „Die Forderung der Petition nach einem pauschalen Importverbot ist aus Sicht des Naturschutzes nicht zu rechtfertigen“, teilte das Ministerium in einer Stellungnahme mit.

Die Forderung nach einem Einfuhrverbot von Trophäen bezeichnen afrikanische Umweltminister als „besonders schlimme Form des Neo-Kolonialismus“ (Foto: Markus Lück)

Nicht zuletzt auf Betreiben des deutschen Umweltministeriums würde die Ausfuhr bei allen Jagdtrophäen von einer Nachhaltigkeitsprüfung abhängig gemacht. Das Ministerium führte auch die Länder Benin, Tadschikistan und Namibia als Beispiele an, wo Jagdtourismus zum Erhalt gefährdeter Tierarten beigetragen hat.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) verurteilte zusammen mit dem Internationalen Jagdrat (CIC) die Forderung und wies darauf hin, dass die Petition wieder einmal zahlreiche unwahre Behauptungen über die Auslandsjagd enthalte. DNR und NABU stellten sich damit gegen Artenschutz- und Anti-Wilderei-Konzepte in Entwicklungsländern. Afrikanische Umweltminister hätten die Forderung nach einem Einfuhrverbot für Trophäen schon mehrfach als „besonders schlimme Form des Neo-Kolonialismus“ verurteilt.

rdb

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