CIC-Standortbestimmung zur Auslandsjagd

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In der Debatte um die Internationale Jagd stehen oft emotionale Argumente und Ideologie im Vordergrund. Schon der Begriff Trophäenjagd wird manchmal in diskriminierender Absicht verwendet.

Die ikonische Tierwelt Afrikas mit ihren Löwen, Elefanten und Nashörnern bietet Jagdgegnern und Tierrechtlern beste Gelegenheit, Vorurteile gegen die Jagd allgemein zu bedienen. Sie haben die Jagd im Ausland als „weiche Flanke“ der Wildtiernutzung identifiziert, und ihre politischen Freunde nutzen das Verbot von Trophäenimporten als politischen Hebel, um in den Ländern des Nordens wie in Deutschland die Lobby der Jagdgegner zu befriedigen.

Deshalb legt die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) jetzt eine Standortbestimmung auf wissenschaftlicher Basis vor. Mit einem fundierten Blick auf empirische Daten und unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Studien stellt Autor Sven Herzog dort die Frage, ob die Ablehnung der internationalen Jagd wirklich im Interesse des Naturschutzes ist. Er hinterfragt die Effektivität von Alternativen wie des Fototourismus und beleuchtet, wie eine gut regulierte Auslandsjagd zum Erhalt der Artenvielfalt und zur wirtschaftlichen Stärkung afrikanischer Gemeinschaften beitragen kann. Internationale Jagd, unter strengen Auflagen und in nachhaltigem Rahmen, spielt oft eine Schlüsselrolle in der Erhaltung der Biodiversität. Sie ermöglicht nicht nur lebenswichtige Einnahmen für Naturschutzgebiete, sondern schafft auch Arbeitsplätze und Einkommen.

Die vom CIC veröffentlichte Untersuchung ist eine Einladung zum kritischen Denken und zum Hinterfragen von etablierten Annahmen. Professor Herzog fordert die Leserinnen und Leser auf, über die Oberfläche der emotionalen Rhetorik hinauszublicken und die internationale Jagd in einem neuen Licht zu sehen – als einen erfolgversprechenden Weg, die Herausforderungen des Naturschutzes in Afrika zu meistern.

Die Broschüre kann man hier herunterladen …

rdb

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