CIC und FACE: EU Pläne zur Erschwerung der Einfuhr von Jagdtrophäen schaden dem Schutz der Wildtiere

1171


Der Internationale Rat für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Zusammenschluss der europäischen Jagdverbände (FACE), die 7 Millionen Jäger in Europa und 30 Millionen weltweit vertreten, haben die Vollzugsbehörden für den Artenschutz in allen europäischen Mitgliedsstaaten angeschrieben.

 

Die beiden Jagdorganisationen drücken ihre Besorgnis aus über die Vorschläge der EU-Kommission für die bevorstehende 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) im September in Johannesburg, Südafrika.
Die vorgeschlagenen neuen Regelungen für die Ein- und Ausfuhr von Jagdtrophäen seien unverhältnismäßig und stünden in Widerspruch zum Washingtoner Artenschutzabkommen. Die zusätzlichen Anforderungen stellten eine schwere Belastung für die Exportländer dar, die meisten davon Entwicklungsländer, und zwar in wissenschaftlicher, finanzieller und administrativer Hinsicht. Angesichts der verhältnismäßig geringen Probleme bei der Bejagung von Wildarten, die CITES unterliegen, sei der geforderte bürokratische Aufwand nicht angemessen.
Selbst Pflanzen- und Tierprodukte, die vom Anhang II erfasst und legal in großen Mengen gehandelt werden dürfen, würden nicht ähnlich aufwendigen Restriktionen unterworfen. Im Übrigen würden vergleichbare Anforderungen noch nicht einmal innerhalb der EU und ihrer Mitgliedstaaten bei der Jagd Anwendung finden.
Zusammen mit allen anderen CITES-Mitgliedsstaaten sollte sich die EU bemühen, die bestehenden Vorschriften besser durchzusetzen und den Dialog zwischen den Ausfuhr- und Einfuhrländern zu verstärken, nicht aber auf Maßnahmen zu drängen, die in vielen Ländern den Jagdtourismus abwürgen könnten. Dies würde dem Artenschutz und auch den laufenden Bemühungen zur Wildereibekämpfung schaden.
Der CIC wird diese Fragen zusammen mit seinen afrikanischen Staatsmitgliedern aufgreifen und sie auch während seiner Generalversammlung Ende der Woche in Brüssel mit EU-Vertretern erörtern.
 
rdb
 


ANZEIGEAboangebot