Das Kühlsystem der Elefanten

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Wie schaffen es Dickhäuter, nicht ständig in der Gefahr zu sein, einen Hitzekollaps zu erleiden?

 

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Bis rund 30 Grad kühlen den Elefanten seine Ohren (Foto: Heinz Lehmann)


Elefanten leben in Gebieten, in denen die Umgebungstemperatur oft ihre Körpertemperatur übersteigt. Sie besitzen keine Schweißdrüsen. Um herauszufinden, wie Dickhäuter es schaffen, nicht ständig in der Gefahr zu sein, einen Hitzekollaps zu erleiden, haben amerikanische Biologen um Robin Dunkin von der University of California in Santa Cruz 7 afrikanische und 6 asiatische Elefanten bei Lufttemperaturen von 8-33 Grad Celsius untersucht.
 
Dabei fanden sie 2 verschiedene Kühlstrategien. Eine entscheidende Rolle bei Temperaturen bis rund 30 Grad spielen die Ohren. Einerseits dienen sie als Fächer, zum anderen können Elefanten Blut in die riesigen Lauscher pumpen und damit möglichst viel Wärme abführen.
 
Steigt die Temperatur auf über 30 Grad, ist dieses System aber eher nachteilig. Die Ohren heizen sich dann zusätzlich auf und tragen zum Anstieg der Körperwärme bei. Auch das Einpudern mit Staub oder Aufsuchen von Schatten hilft nur noch begrenzt. Die Wissenschaftler stellten durch Messungen fest, dass die Dickhäuter bei großer Hitze auf Wasserkühlung umstellen. Das erklärt auch, warum sich die Elefanten bei steigenden Temperaturen stets in der Nähe von Wasserlöchern oder Flüssen aufhalten.
 
Die Grauen Riesen besprengen ihre Haut mit Wasser. Dieses sorgt durch Verdunstung für Kühlung. Die extrem faltige Haut hält das Wasser besser fest. Die Abkühlung wird dadurch effektiver. Die Methode braucht sehr viel Wasser. So benötigen afrikanische Elefanten in heißen Gebieten mindestens 100 Liter Wasser täglich.
 
DK
 


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