Die GRÜNEN im Wahlkampfmodus gegen die Auslandsjagd

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Rechtzeitig vor der Bundestagswahl signalisiert die Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN ihrer Klientel, dass sie weiterhin alles tun wird, um die Auslandsjagd und die Trophäeneinfuhr zu unterbinden oder zu erschweren – vorausgesetzt sie kommen in die Bundesregierung.

Im Wahlprogramm zur letzten Bundestagswahl hatten sich die GRÜNEN ihrem Ruf als Verbotspartei entsprechend für ein Verbot der Trophäeneinfuhr ausgesprochen.

Diesmal ist das Wahlprogramm viel kürzer und kann auf solche Einzelheiten nicht eingehen. Stattdessen hat die Bundestagsfraktion am 14. August eine Kleine Anfrage zur „Großwildjagd auf bedrohte Arten und die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit“ eingebracht.

Die Grünen wollen weiterhin die Auslandsjagd bekämpfen (Foto: Peter Diekmann)

Klein ist relativ, denn es handelt sich immerhin um 51 Fragen. Viele davon sind so detailliert, dass in den betroffenen Ministerien wochenlange Recherchen notwendig sind. Einige Fragen wären überhaupt nur zu beantworten, wenn ein Wissenschaftlerteam in Afrika monatelange Feldforschungen durchführen würde.

Anfragen dieser Art zur Auslandsjagd hat die Partei in den letzten Jahren schon mehrfach eingebracht. Tenor der Fragen, die oft auch schon eine Behauptung zur Antwort enthalten: Auslandsjagd sei böse und schade dem Naturschutz. Dennoch finanziere die Bundesregierung in ihrer Entwicklungshilfe Projekte in Gebieten, in denen auch gejagt werde. Das sei böse.

Seit 20 Jahren wiederholen sich diese Anfragen der Grünen zur Auslandsjagd mit ganz ähnlichen Fragen. Verschiedene Bundesregierungen haben in ihren Antworten darauf hingewiesen, dass nachhaltiger Jagdtourismus zum Artenschutz in Entwicklungsländern beiträgt. Die vorgebrachten Fakten wurden aber offensichtlich bei der Partei nicht zur Kenntnis genommen.

Josef P. Schneider, Vorsitzender des LJV Saarland stellte für den DJV fest: „Die GRÜNEN wiederholen, was sie schon x-mal gefragt haben. Die Anfrage ist ein durchsichtiges wahltaktisches Manöver.“

rdb

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