Eingeschleppte Räuber bedrohen Australiens Säuger stärker als angenommen

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19.03.2015

Nach einer neuen Studie von John Woinarski und Kollegen von der Charles-Darwin-Universität in Darwin nimmt die einzigartige Tierwelt Australiens schneller ab als befürchtet.

 

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Das Nacktbrustkänguru ist nur eine von vielen Arten, die auf dem 5. Kontinent ausgestorben sind. (Bild: Wikipedia)
Säugetiere sind dort stärker vom Aussterben bedroht als anderswo auf der Erde. Ein Drittel der mehr als 80 in den letzten 200 Jahren ausgestorbenen Landsäugetierarten war in Australien beheimatet, berichten die Forscher nach Auswertung von rund 3.000 Studien in den Proceedings der US-nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS). Schuld daran sind vor allem im 17. und 18. Jahrhundert aus Europa eingeführten Arten wie Katzen und Rotfüchse, zu deren Beuteschema einheimische Tiere gehören.
Bisher war das Ausmass der Verluste nicht bekannt. Offiziell sind von der Regierung 20 Arten als „ausgestorben“ gelistet. Tatsächlich seien es aber mindestens 28. Den Australiern ist die Höhe der Verluste kaum bewusst, da die Wildtiere oft weit entfernt von Menschen leben und oft zudem Nachttiere sind.
dk
 


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