Größte Beschlagnahme von Elfenbein in Deutschland

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Am 20. Mai kamen dem Zoll am Flughafen Berlin-Schönefeld elf Kisten verdächtig vor, die nach Vietnam verschickt werden sollten. Absender war eine Berliner Firma.

 

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Beamte des Hauptzollamts Potsdam verbuchen einen Erfolg im Kampf gegen den illegalen Elfenbein-Handel (Foto: Hauptzollamt Potsdam)
Nach dem Öffnen stellte sich heraus, dass die Sendung aus 625 Kilo Elfenbein bestand. Im Einzelnen handelte es sich um Stoßzähne bzw. abgesägte Stücke, roh bearbeitetes Elfenbein und in Afrika hergestellte Schnitzereien.
Ganz offensichtlich ist das Material älteren Ursprungs, stammt also nicht von frisch gewilderten Elefanten. Unklar ist noch, ob das Elfenbein in der EU gelagert wurde oder auf Transit aus Afrika war. Unabhängig davon, ob das Material aus einer legalen Quelle oder aus Wilderei stammt, war sein Versand ohne Genehmigung in jedem Fall strafbar.
Abteilungsleiter Dr. Dietrich Jelden vom „Bundesamt für Naturschutz“ kommentierte: „Die aktuelle Beschlagnahme dokumentiert einmal wieder eindringlich, dass Vietnam sich weltweit immer mehr zur Drehscheibe und Konsumnation illegaler artengeschützter Exemplare entwickelt. Es ist zu befürchten, dass dieses Land mit zunehmendem Wohlstand in Zukunft China den Rang ablaufen könnte.“
rdb
 


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