Malawi: Drei Tote nach Umsiedlung von Elefanten

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Im Juli wurden in Malawi 263 Elefanten aus dem Nationalpark Liwonde nach Kasungu umgesiedelt.

Elefant (Symbolfoto) Quelle: Bernd Grumblies/Archiv Baldus

Beide Parks sind relativ klein, und Liwonde hatte bereits mehr Elefanten als die Natur dort ernähren kann. Dennoch sind solche Umsiedlungen meist keine dauerhafte Lösung. Sie dienen in erster Linie der Werbung für die beteiligten Tierschutzorganisationen und der Sammlung von Spenden. Naturschutz-Fachleute hatten schon eine frühere ähnliche Umsiedlung in Malawi als sinnlos kritisiert.

Verantwortlich zeichneten in diesem Fall der amerikanische „International Fund for Animal Welfare“ (IFAW) und die NGO „African Parks“. Sie wickelten eine professionelle, weltweite Kampagne zur Spendenakquise ab.

Der 2.316 qkm große Kasungu-Park ist nur teilweise eingezäunt und die nach Fang und Transport hoch traumatisierten Tiere verließen zum Teil ihre neue Heimat und suchten die benachbarten Dörfer heim. Dabei wurden drei Personen getötet. Zwei Elefanten wurden anschließend von Wildhütern geschossen.

Im britischen „Guardian“ wird ein Bauer zitiert, der berichtet, IFAW habe der Familie eines der Opfer einen Betrag von 160 Euro als Entschädigung gezahlt. Laut Jahresbericht hat IFAW im letzten Jahr weltweit 115 Millionen US$ eingenommen, 15 Millionen davon in Deutschland.

rdb

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