Mosambik: Löwen vergiftet

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Im Limpopo Park wurden im Oktober zwei Löwen vergiftet. Der Park liegt in Mosambik und grenzt an den südafrikanischen Krüger-Nationalpark an.

 

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Im Limpopo Park wurden im Oktober zwei Löwen vergiftet
Das Gift war nur zwei Kilometer von einer Touristenlodge ausgelegt worden. Die Wilderer hatten zwei Nyala, ein Warzenschwein und ein Impala in Schlingen gefangen und dann vergiftet. Getroffen hatte es zwei Junglöwen. Es ist zu vermuten, dass deren Knochen für asiatische Abnehmer bestimmt sind. Löwenknochen finden zunehmend Anwendung in der chinesischen Medizin, da es immer schwerer wird, die traditionell verwendeten Tigerknochen zu erhalten. Auch verschiedene Greifvögel, darunter 22 Geier, waren verendet. Die Köpfe der Geier waren abgetrennt worden, da sie im südlichen Afrika für medizinische Rituale und Zauberei Verwendung finden.
Seit Jahren schon wird im benachbarten Simbabwe Zyanid eingesetzt um Elefanten zu töten. So haben Wilderer auch in den letzten Monaten Dutzende von Elefanten an Wasserlöchern in Simbabwes Nationalparks vergiftet, um an ihr Elfenbein zu kommen. Das Gift ist leicht erhältlich. Allein in der Stadt Bulawayo wurden seit Anfang des Jahres zehn Firmen ermittelt, die Zyanid ohne Genehmigung verkauft hatten. In Einzelfällen sind es 20 oder 30 Tiere, die auf diese Weise getötet werden. Insgesamt handelt es sich bisher um mehrere tausend Elefanten.
 
rdb
 


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