Namibia: Ministerium zur Jagd

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In Windhoek hat das zuständige Ministerium für Umwelt und Tourismus Vorwürfe aus Tierrechtskreisen zurückgewiesen, die Einnahmen aus dem Jagdtourismus würden in den „Taschen korrupter Beamte landen“.

Romeo Muyundu, der Sprecher des Ministeriums: „Diese Behauptungen sind ausgemachter Unsinn. Alle Mittel, die erwirtschaftet werden, fließen zurück in den Schutz unseres Wildes.“ Dafür hat die Regierung einen Trust Fund eingerichtet, der die Jagdeinnahmen in den Naturschutz reinvestiert. In den ländlichen Hegebieten fließen die Einnahmen ohnehin zum allergrößten Teil direkt an die Bevölkerung in den Dörfern vor Ort.

Ausländische Jäger lassen Jahr für Jahr eine Menge Geld in Namibia (Foto: Falk Haacker)

Die Regierung hat die Verantwortung weitgehend an die Selbstverwaltung der ländlichen „Conservancies“ delegiert. Dies ist auch eine der Erklärungen für den großen Erfolg des namibischen Programms der kommunalen Wildbewirtschaftung. Ausländische Jäger können sich deshalb sicher sein, mit ihren Ausgaben direkt der Bevölkerung und dem Naturschutz zu helfen.

Das Ministerium stellte fest, dass man schon oft die Verfahren öffentlich erläutert habe. Dies halte bestimmte Individuen und Gruppen aber nicht davon ab, immer wieder „völlig unzutreffende Gerüchte zu verbreiten, die zum Ziele haben, den guten Ruf zu beschädigen, den Wildschutz und Wildnutzung in unserem Land haben.“ Als Ergebnis der Naturschutzpolitik haben sich die Wildbestände in Namibia in den letzten zwei Jahrzehnten verdreifacht, was in völligem Gegensatz zu fast allen anderen afrikanischen Staaten steht.

rdb