Schottland: Kann das Auerwild überleben?

1822

Der kleine britische Bestand an Auerwild ist rückläufig. Insgesamt soll es nicht mehr als 1.100 der großen Waldhühner geben.

Kann das Auerwild auf der Insel überleben? Insgesamt soll es in Schottland nicht mehr als 1.100 der großen Waldhühner geben. (Foto: Shutterstock)

Sie leben alle in Schottland, 80 % von ihnen in Abernethy und Strathspey. Dort finden sie die von ihnen bevorzugten Kieferwälder. Die Balz findet von April bis Mitte Mai statt. Hauptgründe für den Rückgang sind die zu kleinen Habitate, Raubwild, Störungen, schlechtes Wetter im Sommer und Kollisionen mit Zäunen zum Schutz von Anpflanzungen.

Vor 50 Jahren zählte die Population noch um die 10.000 bis 20.000 Vögel. Doch jetzt hat man ihr schon mehrfach vorausgesagt, sie werde aussterben.

Genau dies ist dem schottischen Auerwild schon einmal in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts passiert, weil die Wälder abgeholzt worden waren. 1837 führten Landbesitzer die jagdbaren Vögel aus Schweden wieder ein und wilderten sie aus. Die Aristokraten setzten hohe Mittel für die Nachzucht und Hege ein. Die Population wuchs und konnte wieder bejagt werden, meist als Streife im Herbst. Als höchstes Jagdergebnis gingen 69 Vögel in die Geschichte ein, die am 4. November 1910 von sieben Flinten erlegt wurden.

Seit zwanzig Jahren haben die Auerhühner keine Jagdzeit mehr, obgleich sie damals schon viele Jahre nicht mehr bejagt wurden. Seitdem ist ihre Zahl stark gesunken.

rdb

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