Anschuldigungen gegen WWF

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Nach einer investigativen Recherche in sechs Ländern in Afrika und Asien wirft die Nachrichtenseite BuzzFeed dem World Wildlife Fund (WWF) vor, dass er beim Kampf gegen die Wilderei von Elefanten und Nashörnern Wildschutzdienste und paramilitärische Einheiten unterstützt, die Menschenrechte missachten.

In seinem Bericht mit dem Titel „Der geheime Krieg des WWD“ beschuldigt der Informationsdienst den WWF, in Nepal, Kamerun, Indien und der Zentralafrikanischen Republik seien Dorfbewohner und Indigene misshandelt, gefoltert und getötet worden. Der WWF habe Drohnen, Uniformen und polizeiliches Gerät geliefert und Spionagedienste organisiert.

Der große Panda ziert das Logo des WWF (Foto: AdobeStock/wusuowei)

Unter Verletzung der eigenen Richtlinien seien für Ranger in der Zentralafrikanischen Republik auch Sturmgewehre mit WWF-Geldern gekauft worden.

Der WWF sagte in einer Stellungnahme, der Respekt für Menschenrechte sei Herzstück seiner Mission. „Wir nehmen die Vorwürfe ernst und beauftragen eine unabhängige Untersuchung der genannten Fälle.“ Man habe bindende Regeln über den korrekten Umgang mit der lokalen Bevölkerung und sollten Verstöße aufgedeckt werden, so würde der WWF unverzüglich handeln.

BuzzFeed will seine Informationen für eine längere Kampagne gegen die Naturschutzorganisation mit Hauptsitz in der Schweiz verwenden. Ähnliche Aktionen gegen den WWF hat es auch in der Vergangenheit immer wieder gegeben. BuzzFeed ist ein 2006 gegründetes amerikanisches Medienunternehmen. Mit 150 Millionen Besuchern pro Monat ist die Website eines der beliebtesten anglophonen Medienportale.

rdb