Schweiz: CITES Änderungsanträge liegen vor

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Im nächsten Mai wird die 18. Vertragsstaatenkonferenz der Washingtoner Artenschutzübereinkunft (CITES) in Colombo, Sri Lanka, stattfinden.

Die einzelnen Staaten haben jetzt ihre Änderungsanträge vorgelegt. Die Anträge werden zunächst überprüft, ob sie den CITES-Vorschriften überhaupt entsprechen. Sie werden dann auf der Konferenz debattiert und entschieden. Einige der Anträge sind auch von jagdlicher Relevanz oder für Jäger interessant.

So hat Tadschikistan beantragt, den Buchara Markhor von Anhang I auf II herabzustufen, da der Bestand sich erholt hat. Ob dieser Antrag sinnvoll ist, wird sicher auch unter Jägern und Jagdorganisationen noch zu kontroversen Diskussionen führen.

Namibia will seine weißen Nashörner auf Anhang II herabstufen (Foto: Winfried Schäfer)

Verschiedene afrikanische Länder, wie Kenia, Sudan, Burkina Faso usw. mit heruntergewilderten Elefantenbeständen haben beantragt, dass auch die Populationen der Länder mit großen und wachsenden Beständen, nämlich Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe, von Anhang II auf I hochgestuft werden. Sachlich ist das nicht zu begründen. Es würde aber die Bejagung erschweren. Man geht sicher nicht fehl in der Annahme, dass jagdfeindliche Nichtregierungsorganisationen hinter diesem Antrag stecken.

Namibia will seine weißen Nashörner auf Anhang II herabstufen, um die Bejagung zu erleichtern, und Eswatini (früher Swasiland) will seinen Bestand von 330 kg Rhino-Horn verkaufen. Botswana, Namibia und Simbabwe wollen eingelagertes Elfenbein verkaufen. Sambia will Jagdtrophäen und Leder des afrikanischen Elefanten exportieren.

Die Mongolei und die USA haben die Hochstufung der Saiga Antilope auf Anhang I beantragt. Der Königsfasan, der als bedrohte Art in China vorkommt, soll auf Anhang II gelistet werden. Neuerdings würden Jagden in der Slowakei und der Republik Tschechien angeboten, heißt es in der Begründung.

rdb