ASIEN PUR – Jagd und Wild in Kasachstan

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Als 1993 zum ersten Male das neue Jagdland Kasachstan ausführlich vorgestellt wurde, war die Rede von einem jungen und unbekannten Jagdland. Vier Jahre danach zählt es bereits zu den interessantesten Jagdländern der Erde

Von PPZV-Team

Steinbock-Trophäen
Ein Maralgeweih aus der Brunft 1996: 16,2 Kilogramm
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„Ohne zu reisen, kann ich wohl leben, richtig jagen aber nicht“, bemerkte mein Jagdfreund, als wir den Ural überflogen und unter uns die weite kasachische Steppe erblickten.
Er war mit mir zu seiner ersten Reise nach Asien aufgebrochen und konnte es noch gar nicht richtig fassen, in nur wenigen Stunden die vertrauten Landschaften Mitteleuropas bereits verlassen zu haben und nun eine unbekannte Welt zu erblicken, von der er bis dahin nur in Büchern gelesen und Bilder gesehen hatte.
Nach unserer Landung in Alma-Ata fahren wir stundenlang in einem UAS-Jeep querfeldein durch die Steppe.
Am Abend machen wir Halt irgendwo im Herzen Zentralkasachstans. Mein Freund hat das Jagdreisetagebuch von William Morden „Across Asia’s Snows and Deserts“ aus dem Jahre 1927 dabei. Er durchblättert die Seiten, auf denen eine Jagdreise nach Asien vor 70 Jahren beschrieben wird: Viele Wochen brauchte man damals für die Anreise. Eine regelrechte Jagdexpedition war das.
Monatelang war man unterwegs mit 60 vollgepackten Kulis, vielen Pferden, Yaks und sogar Kamelen.
Verglichen mit dem damaligen Aufwand, verglichen mit der jahrzehntelangen Verschlossenheit der ehemaligen Sowjetunion für den (Jagd)tourismus ist uns das ferne Kasachstan heute um vieles näher gerückt (Jagdzeiten in Kasachstan).
Um wieviel näher, zeigt am deutlichsten der Vergleich mit unserer ersten Präsentation dieses damals ganz neuen Jagdlandes (JAGEN WELTWEIT 1/93).
Seither hat sich dort vieles zum Besseren gewandelt, ja unterdessen darf Kasachstan als größter jagdlicher Konkurrent Russlands gelten. Vor allem hat dieses zentralasiatische Riesenreich als Jagdland ein klares Profil bekommen und beansprucht schon jetzt mit Recht einen festen und eigenständigen Platz.
Kasachstan war und ist bis heute politisch ein stabiles Land geblieben. Auch seine Abkoppelung von Moskau ist weitgehend schmerzlos verlaufen. Längst sind die Zeiten vorbei, als die gesamte Jagdorganisation einschließlich der Anreise über Moskau laufen musste und die kasachischen Verantwortlichen nur vor Ort gefragt waren.
Allerdings waren die kasachischen Agenturen, von denen es unterdessen mehrere gibt, bisher nicht gerade sehr erfolgreich darin, seriöse Partner und gute Outfitter zu sein.
Ohne die Hilfe und die Erfahrung westlicher Agenturen bei der Suche guter Jagdgebiete und bei der Lösung logistischer Probleme werden die kasachischen Outfitter allein es kaum schaffen, auf Dauer gute Jagden anzubieten.
Was noch nicht funktioniert, ist die direkte Zusammenarbeit mit den zuständigen Jagdgebieten. Es stehen zwischen einem westlichen Vermittler und dem Organisator vor Ort immer noch zu viele andere kasachische Firmen, was hohe Verkaufspreise nach sich zieht.
Aus diesem Grund haben einige große Jagdagenturen aus dem Westen sogar ihr Engagement in Kasachstan völlig aufgegeben und warten, bis sich die Lage dort gebessert hat und andere (wie vor Jahren im Falle Russlands) das Land jagdlich erschlossen und bekannt gemacht haben.
Sibirischer Steinbock
Derjenige Auslandsjäger, der etwas von Kasachstan gehört hat, denkt in der Regel an die weltstärksten Maralhirsche mit sagenhaften Geweihgewichten. Diese haben tatsächlich den Ruhm Kasachstans als Jagdland der Marale begründet.
Da aber im Verhältnis zu der riesigen Fläche des Landes in jedem Jahr nur relativ wenig Marallizenzen in den besten Gebieten zur Verfügung stehen, möchten kasachische Outfitter von diesem Image „Kasachstan als Maralland“ weg und versuchen, sich seit etwa zwei Jahren auf eine andere, für sie viel wichtigere Wildart zu konzentrieren und für sie zu werben: für den Sibirischen Steinbock.
Da die Jagden auf Rekordmarale in Kasachstan in der Tat ihre Besonderheiten und ihre Schwierigkeiten haben, ist das kein schlechter Schritt, zumal er wirklich im Interesse des ganzen Jagdlandes und seiner Wildarten liegt.
Das Steinwild ist in fast allen Gebirgen im Süden und Osten des Landes in großen Beständen anzutreffen. Stellenweise gibt es sogar Überpopulationen, wo jagdlich noch stärker eingegriffen werden muß. Es ist nicht selten, dass man etwa in der Brunft von einem einzigen Aussichtspunkt aus mehrere Rudel mit bis zu 30 oder 50 (nicht selten auch 70) Stück Steinwild sieht.
Mit einem erfahrenen Jagdführer hat man dann fast jeden Tag die Chance, auf einen reifen Bock zu Schuß zu kommen.
So gesehen, sind etwa 500 Steinbocklizenzen, die jährlich für Gastjäger (dazu kommen noch 500 Lizenzen für Einheimische) zur Verfügung stehen, eher wenig, weil sie nur zwei Prozent des Bestandes ausmachen.
Aber auch diese werden nur teilweise genutzt. Mehr als 150 Steinböcke kommen kaum zur Strecke (1996 haben ausländische Gäste gerade etwas mehr als 80 Böcke erlegt).
Bekanntlich kommen die weltstärksten Steinbocktrophäen von 141, 146 und sogar über 150 Zentimeter Hornlänge aus Kirgisien, so dass es eine kleine Sensation war, als vor zwei Jahren der dänische Jäger Henning Olsen gerade in Kasachstan den neuen SCI-Weltrekord (137 Zentimeter und 128 4/8 SCI-Punkte) streckte.
Ich war auch deshalb überrascht, weil ich das Gebiet Tokty, wo der neue Weltrekord zur Strecke kam, im Norden des Dschungarischen-Alatau-Gebirges kenne und eine so außergewöhnliche Trophäenqualität dort gar nicht vermutet hatte.
Auch heute bin ich der Meinung, dass dies eine absolute Ausnahme war und die Jäger zufrieden sein sollten, wenn sie in Kasachstan Steinböcke mit einer Hornlänge von über 100 Zentimetern erlegen.
Zwar beteuern kasachische Outfitter, es seien auch Trophäen mit 140 und sogar 145 Zentimeter Länge möglich. Damit sollte man sich aber nicht zu sehr belasten, denn jeder Bock mit einer Trophäe über 110 Zentimeter ist sehr gut, und alles über 120 ist ein wirklicher Glücksfall und eher eine Ausnahme.
Der neue Weltrekord aus Kasachstan und eine Reihe starker Steinbocktrophäen zwischen 115 und 127 Zentimeter rechtfertigen sicherlich den Anspruch kasachischer Outfitter, nicht nur erfolgreiche „normale“ Erlebnisjagden (sogenannte „economy hunts“), sondern auch Trophäenjagden der Spitzenklasse anzubieten.
Damit möchten sie ihre größten Konkurrenten in Kirgisien schlagen, die gerade mit dieser Art von Trophäenjagden am stärksten werben.
Kasachstan hat in der Tat einige Vorzüge, die ihm einen kleinen Vorsprung vor Kirgisien einräumen. Viele Steinbockgebiete in Kasachstan sind gar nicht so zerklüftet und hoch gelegen wie die eigentliche Steinbockheimat im steilen kirgisischen Tienschan-Gebirge, wo nur bergerfahrene und sportliche Jäger eine realistische Chance auf einen guten Bock haben.
„Das Alter und die Kondition spielen in Kasachstan auf der Steinbockjagd keine wesentliche Rolle“. Damit werben kasachische Outfitter auch bei den älteren Jägern im Westen, und zwar mit viel Erfolg.
Sicher gibt es in Kasachstan Reviere (etwa im niedriggelegenen Nationalpark Altynemel unweit von Alma-Ata), wo man fast vom Weg aus und ohne allzu viel Anstrengung auf Steinböcke jagen kann.
Auch die bisherige Erfolgsquote für das Land ist insgesamt relativ hoch, nur kann man dabei keine Spitzentrophäen erwarten. Denn wirklich alte und starke Böcke leben sehr zurückgezogen und verlassen kaum die Gipfelregion, weshalb sie sehr schwer zu bekommen sind. Diese Regel gilt für alle Steinbockländer.
Wer also Probleme mit dem Hochgebirge und Jagden in einer Höhe von über 3 000 und 4 000 Meter hat, dem kann Kasachstan sicherlich empfohlen werden. Das gilt vor allem für diejenigen kasachischen Reviere, in denen man auf der Steinbockjagd kaum 1 500 Meter Meereshöhe übersteigt und oft auf der Jagd gar keine Pferde braucht, während im kirgisischen Hochgebirge das Camp schon auf 000 Metern steht und die alten und starken „Himmelsböcke“ noch höher gesucht werden müssen.
Auch das Klima ist in Kasachstan milder als in Kirgisien, und die Winde sind schwächer, was eine Jagd bei gemäßigten Tagestemperaturen und wenig Schnee so angenehm macht. Die Steinbockjagd ist oft gleich am ersten oder zweiten Tag erfolgreich abgeschlossen, und jeder möchte seine lange Anreise nach Zentralasien jagdlich ausnutzen und, wenn möglich, auch noch auf andere Wildarten jagen.
In Kirgisien ist das kaum möglich, weil es dort außer Steinböcken kaum andere Wildarten gibt, während man in Kasachstan mit oder sogar ohne Revierwechsel relativ leicht auch auf Keiler, Wolf, Maral, Sibirischen Rehbock, Saiga oder Kropfgazelle jagen kann.
Preise für eine neuntägige (5 Jagdtage) Steinbockjagd ab/bis Alma-Ata inklusive einer Trophäe bis 100 Zentimeter liegen je nach Gebiet und Agentur zwischen 3500 und 4500 US-Dollar. Deshalb variiert auch die Rückerstattung bei Nichterlegung zwischen 1700 und 2500 US-Dollar.
Leider verlangt man auch bei dieser nicht gerade billigen Wildnisjagd einen teueren Aufpreis für die Trophäen über 100 Zentimeter, der je nach Länge 400, 800 und sogar 1400 US-Dollar betragen kann.
Mit dieser Preisgestaltung legen sich die kasachischen Outfitter selbst Steine in den Weg und verhindern, dass wirklich einmal mehrere 100 (und nicht bloß 80 oder 90, wie bisher) Steinbockjäger aus aller Welt nach Zentralasien kommen, ihre schönen Berge kennenlernen, die Steppe sehen und sich auch für andere Wildarten begeistern.
Maral
 
JAGEN WELTWEIT 1/93 hat innerhalb des großen Kasachstan-Berichtes auch den damaligen Weltrekordmaral aus Taldy-Kurgan im Dschungarischen Alatau-Gebirge vorgestellt. Wie die Jahre danach zeigten, war dieses 15,6 Kilogramm schwere Maralgeweih des luxemburgischen Jägers Camille Studer kein Zufall, sondern eher der Anfang der größten jagdlichen Erfolge dieses zentralasiatischen Landes.
Zwar werden Maraljagden in mehreren Gebieten (Borowoje bei Koktschetaw, im kasachischen Altai bei Ust-Kamenogorsk, in den Gebirgen Saur und Tarbagatai sowie im Dschungarischen Alatau) veranstaltet, die unbestritten weltstärksten Marale aber kommen fast alle aus nur einer einzigen Großregion: aus dem Dschungarischen Alatau-Gebirge im ostkasachischen Gebiet Taldy-Kurgan.
Während Spitzenmarale aus anderen Gebieten Asiens zwischen 10 und 12 Kilogramm Geweihgewicht aufweisen, bringen diese gewaltigen Berghirsche aus dem Dschungarischen Alatau auch 14 bis 17 Kilogramm (17,2 war bisher das höchste Gewicht) auf die Waage. Auch der alte Weltrekord von 1992 mit 15,6 Kilogramm ist danach bereits mehrmals übertroffen worden.
Der jetzige SCI-Weltrekord aus dem gleichen Gebiet hat eine unglaubliche Stangenlänge von 143 Zentimetern und Stangenumfänge von 22 und 23 Zentimetern. Im Vergleich dazu: Der Studer-Maral hatte eine Stangenlänge von 125 und einen Stangenumfang von je 18 Zentimetern. Im September 1996 war ich mit einer Jägergruppe zum wiederholten Male auf Maraljagd im Gebiet Taldy-Kurgan, und auch diesmal kamen viele Spitzenhirsche mit Geweihgewichten zwischen 15,2 und 17,2 Kilogramm zur Strecke.
Das gesamte Maral-Areal zwischen Dschungarischen Alatau und dem Baikalsee bildet normalerweise eine Einheit für eine eine einzige Unterart Maralhirsch, (Cervus elaphus sibiricus) der sibirischen Gruppe des Rotwildes.
Im neuesten amerikanischen SCI-Rekordbuch von 1996 zählt aber der Maral aus dem Dschungarischen Alatau zum Tienschan-Wapiti oder „Semirechian maral“ (Cervus elaphus songaricus). Dieser Name ist aber heutzutage völlig falsch, weil es im eigentlichen Tienschan-Gebirge kaum noch Marale gibt und der Dschungarische Alatau nur an seinem Rand liegt.
Der Maral ist in Kasachstan zusammen mit dem Rothirsch in sowjetischer Zeit auch in einigen anderen Jagdreservaten eingebürgert worden, wo man heute einen Hybridhirsch (Kreuzung zwischen Maral- und Rothirsch) vorfindet. Seine Trophäen werden im SCI-Rekordbuch unter „Red Deer/Wapiti Hybrid“ (Cervus elaphus subsp.) registriert.
Er kommt in zwei bekannten kasachischen Jagdgebieten vor: Borowoje bei Koktschetaw im Norden und Karatschingil, nur 50 Kilometer östlich von Alma-Ata entfernt. Der Maral aus dem kasachischen Altai wird aber nach dem SCI-Rekordbuch zu einer ganz anderen Unterart gerechnet, nämlich zum Altai-Maral (engl. Altai Wapiti, Cervus elaphus sibiricus).
Eine Steigerung der Qualität der Maraltrophäen aus Kasachstan ist offenbar noch nicht abgeschlossen, weil nach Auskunft erfahrener westlicher Maral- und Wapitijäger auch Recken mit geschätzten Geweihgewichten von 18 und 19 Kilogramm im September 1995 und 1996 in Anblick kamen.
Gerade das macht den Reiz dieser Jagd aus. Ich kenne mehrere Hirschjäger, die seit der Maralbrunft 1992 jedes Jahr nach Ostkasachstan fliegen.
Dieses weltbeste Maralgebiet in der Region Taldy-Kurgan umfaßt eigentlich nur das Gebirgsmassiv des Dschungarischen Alatau, das Herzstück des sogenannten Siebenstromlandes (russ. Semiretschje) im Osten Kasachstans.
Der Dschungarische Alatau besteht aus zwei Hauptgebirgszügen, des nördlichen und des südlichen, die sich 400 Kilometer in der Länge und 100 bis 200 Kilometer in der Breite erstrecken. Die Berge erheben sich hier von 1200 bis 4400 Meter Seehöhe. Marale werden in ihrem typischen Gebirgslebensraum in einer Höhe von 2000 bis 3000 Meter bejagt.
Das gesamte Gebirgsmassiv des Dschungarischen Alatau ist vor allem im goldenen Herbst während der Maralbrunft von einer Schönheit und Einmaligkeit, die weltweit ihresgleichen suchen.
Hier gedeihen viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Wenn er sein Außencamp verlassen hat, begegnet der Jäger hier dem Schneeleoparden, Argali, dem seltenen Tienschan-Braunbär, sieht Bart- und Mönchsgeier, jagt wirklich in der menschenleeren Wildnis oft direkt an der Grenze zwischen Kasachstan und China.
Diese Region hat aber auch ihre Besonderheiten und Schwierigkeiten. Für den Dschungarischen Alatau gibt es jede Saison nur eine begrenzte Anzahl von Marallizenzen, die je nach Jahr zwischen 40 und 70 liegt.
1994 wurden sogar keine Marallizenzen ausgestellt, und alle Jagden mußten kurzfristig storniert werden. Da die Jagden seit der Brunft 1995 wieder normal laufen, werden alle Marallizenzen für das Taldy-Kurgan-Gebiet sehr schnell reserviert. Jäger wollen unbedingt auf den mächtigsten Maral im besten Gebiet jagen, und die Plätze in den abgelegenen Camps sind schnell ausgebucht.
Obwohl schon seit ein paar Jahren als Topgebiet mit Maralhirschen der Weltklasse bekannt, war das Jagen im ostkasachischen Gebiet Taldy-Kurgan bis zum vorigen Jahr noch erschwinglich. Für eine ganz normale Maraljagd inklusive Trophäe zahlte man noch zwischen 4000 und 5000 US- Dollar.
Der Andrang der Maraljäger war aber gerade 1996 stark, so dass es, mehr als sonst, organisatorische Schwierigkeiten gab. Wer zum Jagen kam, bekam seinen Maral, aber fast 100 Hirschjäger in einem Monat in die Wildniscamps zu bringen und zu betreuen, das war für kasachische Jagdorganisatoren unter den schwierigen logistischen Verhältnissen schon eine schwer lösbare Aufgabe.
Deshalb entschlossen sich die größten Outfitter aus Alma-Ata zu einer drastischen Preiserhöhung der Maraljagden für 1997. Um die Masse zu vermeiden, wollten sie weniger Jagden zu viel höheren Preisen anbieten. Eine kleinere Zahl an Jägern sollte also besser betreut werden als zuvor.
Als Vorbild diente offenbar die Preisgestaltung und die Jagdorganisation im „White Mountain Apache Reservat“ in Arizona, dem wohl weltbesten Jagdgebiet für Wapitis. Wer hier auf Wapitis mit ungaublichen Geweihgewichten zwischen 18 und 22 Kilogramm und mehr jagen will, muß nicht nur 12000 US-Dollar bezahlen, sondern sich auch auf eine Wartezeit von fünf (!) Jahren einstellen.
Für ungeduldige, aber finanziell starke Jäger gibt es dort die Möglichkeit, eine der vier Sonderlizenzen pro Jahr zu ersteigern (im vergangenen Jahr musste man 22 500 bis 25 000 US-Dollar bezahlen).
Im vorigen Winter war man auch in Kasachstan mit Maraljagden für 1997 preislich fast so weit wie in Arizona. So hatten kasachische Outfitter vor, aus den oben genannten Gründen 1997 für eine Maraljagd im Gebiet Taldy-Kurgan je nach Geweihgewicht zwischen 7800 und 12500 (!) US-Dollar zu verlangen.
Eine so drastische Preiserhöhung wollten und konnten westliche Jagdagenturen nicht unterstützen, weil sie mit Recht befürchteten, nicht genügend Jäger zu so hohen Preisen zu finden, zumal sich viele zu günstigen Vorjahrspreisen für den September 1997 bereits angemeldet hatten.
Nach zweimonatigen Verhandlungen lenkten die kasachischen Outfitter ein und zeigten sich damit einverstanden, die ursprünglich geplanten überhöhten Preise doch wieder zu senken. Eine Preiserhöhung der Maraljagden konnte für 1997 zwar nicht ganz vermieden werden, sie fiel aber bei weitem nicht so drastisch aus, wie Ende 1996 angekündigt.
Wer noch im September 1997 dem Maral im Dschungarischen Alatau nachstellen will, muß jetzt für eine zehntägige Jagd etwa 7500 US-Dollar (inklusive eine Trophäe bis 13 Kilogramm) hinblättern.
Wenn aber die erbeutete Trophäe zwischen 13 und 15 Kilogramm wiegt, zahlt man einen Aufpreis von 700 US-Dollar, wenn die Waage aber ein Geweihgewicht von 15 bis 17 Kilogramm zeigt, sind 1 500 US-Dollar zusätzlich fällig.
Ein Sibirischer Steinbock zusätzlich kostet je nach Schlauchlänge 2 500 bis 3 300 US-Dollar, ein Wolf 800 US-Dollar.
In den anderen, weniger attraktiven Gebieten wie Borowoje bei Koktschetaw oder im kasachischen Altai bei Ust-Kamenogorsk ist die Maraljagd entsprechend günstiger und kostet bei etwas kürzeren Programmen um die 4 800, ein zweiter Maral 2400 US-Dollar.
Sibirischer Rehbock
 
Erst vor zwei Jahren hat man ernsthaft damit begonnen, auch in Kasachstan nach guten Jagdmöglichkeiten für den Sibirischen Rehbock zu suchen. Dieses zentralasiatische Land hat bisher die günstige Lage seiner nördlichen Gebiete zur Bejagung der Böcke kaum sinnvoll genutzt.
Denn zu Nordkasachstan gehört auch ein guter Teil der Westsibirischen Tiefebene, wo (vor allem in den russischen Gebieten Kurgan und Tscheljabinsk) man die bedeutendsten Bestände des Sibirischen Rehwildes und die stärksten Böcke findet.
Kurgan ist von der kasachischen Grenze nur etwa 100 Kilometer entfernt, und der Jagdchef von Kurgan, der Rehwildspezialist Wladimir Ostanin, hat selber bemerkt, dass viele seine Böcke wegen der hohen Rehwildpopulation in Kurgan nach Nordkasachstan abwandern.
Er möchte zwar Maßnahmen ergreifen, um das zu verhindern (zum Beispiel, dass er jagdlich stärker in der Jugendklasse eingreift), hat aber wenig Chancen, etwas dagegen zu unternehmen.
Diese Abwanderung von Kurgan-Böcken nach Kasachstan ist keine bloße Vermutung. In den vergangenen zwei Jahren wurden in der Tat auch in Nordkasachstan genauso starke Böcke wie in Kurgan mit Geweihgewichten um 1000 Gramm und mehr erlegt.
Im September 1996 habe ich mit drei kleineren Gruppen in verschiedenen Camps dort gejagt. Trotz einiger organisatorischer Fehler muß man sagen, dass diese Region durchaus eine Zukunft als Bockland haben könnte.
Wer auf den massigen Sibirischen Rehbock jagen will, der muß sich auf eine ganz andere Art des Jagens umstellen. Bockgebiete sind hier sehr, sehr weitläufig, der Bestand und die Wilddichte viel niedriger, als wir etwa von Osteuropa gewohnt sind.
Es wird gewildert, und Wolf und Luchs machen das Rehwild scheu, was alles eine gute Strecke in nur wenigen Jagdtagen hier ziemlich erschwert. Unter solchen Umständen soll man als Bockjäger zufrieden sein, wenn man einen oder zwei starke Böcke erlegen kann, ohne dass man vielleicht mehr alte Böcke überhaupt in Anblick bekommt.
Kleinere Bestände mit einer geringen Wilddichte gibt es auch in Zentralkasachstan sowie im Süden und Osten des Landes. Von jagdtouristischer Bedeutung ist aber nur das Vorkommen im Norden Kasachstans entlang der Grenze mit Russland.
Hier werden Böcke mit massigen, gut geperlten Stangen und hohen Geweihgewichten vor allem in zwei Regionen von ausländischen Gästen bejagt: in den administrativen Gebieten Kustanai (um die gleichnamige Stadt) und im nordkasachischen Gebiet um die Stadt Petropawlowsk.
In allen anderen Gebieten (wie in Taldy-Kurgan oder im Unterlauf des Flusses Lepsy) lohnt sich eine spezielle Bockjagd wegen zu geringen Beständen nicht. Dort ist ein Sibirischer Rehbock nur ein Zufall.
In Nordkasachstan ist die beste Jagdzeit zwischen dem 15. August und 15. September während der Brunft des Sibirischen Rehwildes. Kasachische Jäger haben voll Begeisterung darüber berichtet, wie eine Gruppe deutscher Jäger um den 20. August 1996 mit fast unglaublichem Erfolg einen ganz normalen Rehblatter eingesetzt hat.
Dadurch wurden mehrmals starke Böcke vor die Büchse geholt und das ganze Spektakel sogar auf Video dokumentiert. Die Jagd kann sich bis etwa Mitte Oktober erstrecken, dann aber beginnen die Böcke bereits abzuwerfen. Im November sieht man kaum noch Böcke mit Kopfschmuck.
Eine solche Jagd mit fünf Jagdtagen und einem Bock bis 900 Gramm Gehörngewicht kostet ab/bis Alma-Ata um die 2900 US-Dollar, für eine Trophäe über 900 Gramm zahlt man 900 US-Dollar zusätzlich. Ein zweiter Bock kommt auf 1200 Dollar, wenn die Trophäe bis 900 Gramm wiegt, oder 2150 Dollar, wenn diese magische Grenze überschritten wird.
Saiga
 
Obwohl relativ zahlreich (Bestand um 700 000 Stück) und so charakteristisch für Kasachstan, in keinem anderen Land der Welt kann dieser eigentümlichen Antilope nachgestellt werden, steht die Saiga unberechtigterweise immer noch im Schatten von Maral und Steinbock.
Die Schuld daran liegt größtenteils bei den kasachischen Outfittern, die bis heute keine waidmännische Jagdmethode im Sinne westlicher Jagdgäste entwickelt haben.
In vielfacher Hinsicht kann die Saiga mit den nordamerikanischen Gabelböcken verglichen werden mit dem Unterschied, dass sich Saigas ständig auf der Wanderung befinden und nur zwei, drei Tage an einem Ort bleiben.
Dieser Umstand erschwert natürlich ihre Bejagung, weil man die Herden genau orten muß, um auf sie jagen zu können. Das ist in der weiten kasachischen Steppe nicht ganz einfach, weil es in vielen Gebieten keine Wege durch die Steppe gibt. Deshalb sind sowohl die Beobachtung und das Verfolgen der Herden wie auch ihre gezielte Bejagung sehr aufwendig.
So passiert es, dass die Saigajagden manchmal gut ausgehen, manchmal aber gar nicht. Das ist eigentlich schade, weil man dieses Wahrzeichen Kasachstans in seiner Einmaligkeit und großer Beliebtheit bei den westlichen Jägern nicht richtig nutzt.
Anstatt ihre guten Kontakte in die USA zu nutzen, die amerikanische Erfahrung in der Bejagung der Pronghornantilopen in der Steppe für ihre Saigajagden entsprechend anzuwenden, rasen kasachische Outfitter mit Geländewagen oder Cross-Motorrad durch die weglose Steppe und versuchen, die hochflüchtigen Tiere in Richtung der abgestellten Schützen zu treiben.
Eine waidgerechte, interessante und erfolgreiche Jagdmethode auf Saiga fehlt immer noch. Aber Pronghorn-Jagdmethoden lassen sich sicherlich auf Saigas übertragen.
Wer speziell auf die Saigaantilope jagen möchte, wählt am besten einen der späteren Termine (Oktober/November), damit er gleichzeitig auch den Wolf bejagen kann. Ein neuntägiges Programm in Zentralkasachstan unweit von Alma-Ata kostet um 2900 US-Dollar, wobei eine Antilope in diesem Preis enthalten ist. Jeder weiterer Saigaabschuß kommt auf 1900, der Wolf auf 800 US-Dollar.
Seit Ende 1994 ist die Saigaantilope in den Anhang II des WA aufgenommen worden. Deshalb benötigt man für sie jetzt auch CITES-Papiere.
Argalis & Uriale
 
In JAGEN WELTWEIT 3/93 habe ich zusammen mit dem kasachischen Berufsjäger und Wildbiologen Alexander Berber die Biologie und Bejagung des Karaganda-Argali ausfürlich vorgestellt.
Seit dem Einfuhrverbot für Argali-Trophäen (Ovis ammon) aus Asien in die Staaten der Europäischen Union ist das Interesse der Auslandsjäger an den Riesenschafen drastisch gesunken.
Für Urialschafe aus Kasachstan wird die Jagdbehörde in Alma-Ata erst Mitte 1997 entscheiden, ob und wie viele Lizenzen sie für Gastjäger 1997 zur Verfügung stellen werden.
Die kasachische Jagdinspektion ist jetzt getrennt und unabhängig von der Forstverwaltung. Sie kann, wenn das nötig ist, Lizenzen auch verweigern. Zwei oder drei „Ausnahme-Lizenzen“ wird es aber in jedem Fall auch 1997 geben, weil sonst die elementarsten Wildschutzarbeiten nicht finanziert werden können.
Wolf
 
Wegen seiner unsteten Lebensweise und der Tatsache, dass er keinen Wechsel einhält, ist eine erfolgreiche Wolfsbejagung kaum möglich. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um Wölfe aus Kanada, Russland oder Kasachstan handelt.
Die augenblicklich explodierende Wolfspopulation Kasachstans mit einem Bestand von fast 130 000 Stück macht eine starke Bejagung, sogar Reduktionsabschüsse notwendig, wenn man nicht Saigas, Argalis oder Marale opfern will.
Der Wolf ist hier zu einer Plage für Mensch und Tier geworden. Deshalb organisieren die kasachischen Forstverwaltungen mit speziellen Genehmigungen winterliche Hubschrauberjagden im offenen Gelände.
Dabei handelt es sich nicht um eine sportliche Jagd, sondern um die Reduzierung des überhöhten Raubwildbestandes.
In der Steppe Zentralkasachstans folgt der Wolf den Saigaherden. In der Zeit zwischen Ende Oktober und März hält er sich also im riesigen Überwinterungsgebiet der Saigas im Betpak-Dala-Gebirge nordwestlich von Alma-Ata auf, wo man ihm mit viel Erfolg nachstellt.
Inmitten der Steppe gibt es stellenweise auch stark zerklüftetes Gelände, ideal für Luderplätze, um die man mehrere Ansitzschirme baut. Wenn man auf diese Weise nicht zu Schuß kommt, versucht man morgens bei Schnee mit einem Geländewagen oder Motorschlitten, frische Wolfsspuren in der Steppe zu verfolgen, bis man auf den Wolf stößt.
Eine solche motorisierte Pirsch ist natürlich nicht nach dem Geschmack der sportlichen und waidgerechten westlichen Jäger. Trotzdem ist diese letztere „Jagdmethode“ unter den realistisch denkenden kasachischen Berufsjägern und Guides recht populär und erfolgreich, weil man in wenigen Tagen leicht mehrere Wölfe erlegen kann.
Eine einwöchige Jagd mit einem Wolf eingeschlossen kostet ab/bis Alma-Ata um die 2400, ein weiterer Wolf 800 US-Dollar (oder nur 200 Dollar, wenn die Decke nicht mitgenommen wird), Trophäengebühr für eine Saiga 1900 US-Dollar.
Andere Großwildarten
 
Das Interesse der Auslandsjäger galt bisher den drei kasachischen Wildarten: Maral, Steinbock und Saiga. Für eine wenig bekannte Wildart wie die Kropfgazelle hat es daher kaum spezielle Jagdprogramme gegeben.
Schwarzwild kommt zwar in vielen Gegenden und im Gebirge bis über 2000 Meter Höhe vor, allerdings gilt die erfolgreiche Jagd wegen der geringen Wilddichte eher als Glückstrophäe. Auch für den Braunbären trifft das zu.
Das Elchwild ist nur im Norden des Landes entlang der Grenze zu Russland verbreitet; es kommt dort vor allem während der Jagden auf Sibirische Böcke in Anblick. Es ist der mittelstarke Europäische Elch (Alces alces alces), der deutlich schwächer als der ostsibirische oder alaskanische Riesenelch ist.
Im Gebiet Kustanai gibt es ein paar Reviere mit relativ gutem Elchbestand, wo seit ein paar Jahren auch Gäste mit Erfolg den Schauflern nachstellen.
Im September vorigen Jahres habe ich dort während meiner Bockjagd einige deutsche Elchjäger getroffen, die Mitte September gute Strecke machen konnten. Der mäßige Bestand und die geringe Wilddichte werden daraus sicherlich keinen Renner machen, Gästejagden und Austausch mit erfahrenen Schalenwildhegern im kleinen Rahmen werden aber den kasachischen Berufsjägern sicher Mut machen, ihre Hegemaßnahmen zu verbessern und den Elchbestand zu vergrößern.
Niederwild
 
Nicht jeder fliegt wegen der „dicken“ Marale über den Ural. Auch für einen Flugwildjäger und seinen Hund gibt es gute Gründe, nach Kasachstan zu kommen.
Nur sind leider westliche Jagdagenturen kaum daran interessiert, gute Niederwildjagden zu finden und aufzubauen, obwohl bekannt ist, dass die Besätze gebietsweise sehr hoch sind.
Auf einer Frühjahrsjagd in Zentralkasachstan fielen mir auf unseren täglichen Fahrten im hügeligen Gelände sofort sehr viel Birkwild und Rebhühner auf. Als ich das beim abendlichen Tee meinem kasachischen Jagdorganisator sagte, zog er lächelnd ein paar Fotos aus seiner Mappe und zeigte mir eine Gruppe Niederwildjäger, die ein paar Monate vor mir im gleichen Gebiet gejagt hatten.
Um Birkhähne und Rebhühner hier im zentralkasachischen Karaganda-Gebiet jagen zu können, flogen sechs französische Jäger mit ihren Vorstehhunden tausende Kilometer über Europa und Asien.
Ihnen stand die Zeit August bis Oktober als die beste Jagdzeit zur Verfügung. Sie kamen im Oktober, um sicher zu sein, dass sich Birkwild in kleinen Wäldern und Hecken findet, und nicht draußen auf den Wiesen steht.
Weil sich heimische Schrotpatronen bereits in einem anderen Jagdgebiet der GUS als recht schlecht erwiesen hatten, brachte die Gruppe Kisten Originalmunition aus Frankreich mit sowie eigene Flinten. Alles in allem ein riesiger und kostspieliger Aufwand.
Von ihrem Basiscamp fuhren die Flugwildjäger mit ihren Hunden jeden Morgen ins abgelegene Hügelland, wo es genug Waldstreifen und Büsche gab. Dort schnallten sie ihre Hunde und ließen diese im niedrig bewachsene Gelände buschieren und Birkhähne hochmachen. Wenn man mit dem Buschieren in einem Waldstreifen fertig war, fuhr man zum nächsten oder zu einem Hügelhang, wo man Rebhühner vermutete und jagte dort mit Hunden weiter.
Jeder Schütze konnte pro Tag zwei bis fünf Birkhähne, manchmal sogar zehn erlegen. Dazu zehn oder mehr Rebhühner, je nach dem, wie gut er schoß. Solche Jagdprogramme findet man zwar selten in den Katalogen, jede seriöse Jagdagentur kann sie aber auf Verlangen vorbereiten.
Pro Tag zahlen die Gäste etwa 150 US-Dollar für Unterkunft, Verpflegung und die Jagdorganisation sowie etwa 15 US-Dollar für einen Birkhahn und fünf US-Dollar pro Rebhuhn.
In Zentralkasachstan gibt es keine Steinhühner. Wer aber auf sie jagen will, muß die kahlen Berghänge um Alma-Ata aufsuchen, wie zum Beispiel die im Nationalpark Altynemel (drei Autostunden von der kasachischen Hauptstadt entfernt) oder im Transili-Alatau-Gebirge zwischen Alma-Ata und Dschambul.
Der Steinhuhnbesatz in Südkasachstan ist heute so hoch, dass man diese Berghühner nicht nur im Gebirge, sondern immer mehr auch in den Vorbergen findet. Der vergangene Winter war recht mild. Viele Vögel haben ihn deshalb gut überstanden, was eine gute Jagdsaison 1997 verspricht. Für 900 US-Dollar an Jagdkosten und 12 US-Dollar pro Huhn kann man hier drei Tage lang jagen und eine gute Strecke machen.
Sehr beliebt unter den kasachischen Jägern sind Jagden auf Wasserwild, die aber trotz großer Tagesstrecken, fachmännischer Organisation und Artenvielfalt der bejagbaren Wildenten und Wildgänse im Westen kaum bekannt sind. Erlaubt sind neben einer ganzen Reihe anderen Arten Stock-, Krick-, Schnatter- und Reiherente, von den Gänsen Grau-, Saat-, Zwerg-, Ringel- und Bleßgans.
Die höchsten Strecken habe ich im nordkasachischen Gebiet Kustanai gesehen, wo die Jäger besonders geschickt diese Art von Jagden beherrschen. Hier rechnet man mit über 100 Schuß pro Tag auf Enten, und bis zu 50 auf Gänse (mit einer Gänsestrecke von 10 bis 20 Vögel).
Die Jagdzeit für beide Wasserwildarten erstreckt sich über zwei Monate im September und Oktober. Allerdings gibt es im September im Kustanaigebiet noch wenig Gänse. Die beste Jagdzeit für sie ist also im Oktober.
Diese speziellen Wasserjagden werden nur für Gruppen ab sechs Schützen veranstaltet. Ein achttägiges Programm ab/bis Alma-Ata mit einem unbegrenzten Abschuss kommt pro Flinte auf etwa 2500 US-Dollar.
Zeit nehmen
 
Eine Kasachstanreise darf nicht zu einem Wochenendtrip ausarten, zu einer Hetzreise eines „Blinden“, der die wunderschönen Landschaften und freundlichen Menschen nicht wahrnimmt.
Gerade wir Auslandsjäger haben heute diese Möglichkeit, in die entlegendsten und wildesten Gegenden Kasachstans zu reisen, die „normale“ Touristen vielleicht nie sehen werden. Uns muß die Einmaligkeit dieser Reisen voll bewusst werden.
Hansgeorg Arndt

Hansgeorg Arndt

Maral
Gleich bei der ersten Jagd kam dieser gewaltige Maral zur Strecke.


 

Foto: PPZV

Hansgeorg Arndt

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