Simbabwe: Teilprivatisierung der Nationalparkbehörde

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Simbabwes Regierung hat eine Privatisierung der Nationalparks angekündigt.

Allerdings geht es dabei nicht um die Parks selbst, die weiterhin Eigentum des Staates bleiben. Für die Privatisierung sind die Wirtschaftsbetriebe der Nationalparkbehörde vorgesehen, also Hotels, Restaurants und Andenkenläden. Anstatt Gewinne zu erwirtschaften belasten sie die Nationalparks mit hohen Verlusten. Das Geld fehlt dann wiederum beim Wildschutz und anderen wichtigen Aufgaben.

Die Nationalparkbehörde soll sich in Zukunft auf ihre Kernaufgabe konzentrieren, den Schutz der Wildtiere. Hier erhält eine Gruppe Wildhüter ihre Befehle für einen bevorstehenden Einsatz in einem Nationalpark. (Foto: Rolf D. Baldus)

Fraglich ist, ob private Firmen ihr Geld in den Nationalparks des Landes anlegen wollen, da weiterhin nicht genügend Touristen nach Simbabwe kommen, um die Parks profitabel zu machen. Der von Jagdgegnern immer wieder gepriesene Fototourismus ist in vielen Ländern Afrikas ein Zuschussgeschäft, ganz anders als der Jagdtourismus.

rdb