Singapur: Heute wird Elfenbein im Wert von 15 Millionen Euro zerstört

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Am heutigen 12. August, dem sogenannten „Welttag für Elefanten“, zerstört die Regierung von Singapur Elfenbein im Wert von über 15 Millionen Euro.

Die Stoßzähne und Schnitzereien werden zunächst von einer industriellen Brechanlage zerkleinert oder pulverisiert, dann unter Zugabe von Brennstoffen verbrannt. Das afrikanische Elfenbein mit einem Gewicht von neun Tonnen stammt aus Beschlagnahmen. Singapur ist ein wichtiger Transitplatz für solches Schmuggelgut aus Afrika. Allein 8,8 Tonnen wurden in einem Container auf dem Weg von der Demokratischen Republik Kongo nach Vietnam entdeckt. Kleinere Mengen fanden sich im Gepäck Flugreisender aus Afrika.

Elfenbeinlager mit beschlagnahmten Stoßzähnen (Foto: Rolf D. Baldus)

Bei der Wertberechnung haben die Behörden einen Preis von 1.700 Euro pro kg Elfenbein zugrunde gelegt. Die Zerstörung nehme Elfenbein aus dem Markt, so die zuständige Nationalparkbehörde in Singapur. Sie sende außerdem eine starke Botschaft an Schmuggler und Wilderer, dass der illegale Elfenbeinhandel sich nicht lohne. Allerdings gibt es keinerlei Belege, dass die Zerstörung von Elfenbein eine positive Wirkung auf die Nachfrage hat. Ökonomen vermuten die gegenteilige Wirkung.

Auch in Deutschland wird beschlagnahmtes Elfenbein von Zeit zu Zeit zerstört.

rdb

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