Spitzmaulnashorn: Importverbot für Trophäe?

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Importverbot


 

25.02.2014

Die Auktion des artengeschützen Spitzmaulnashorns durch den Dallas Safari Club im Januar zieht weitere Kreise. Nun steht der vertraglich zugesicherte Import der Trophäe auf der Kippe.

 

Der Druck wächst. Weltweit versuchen Jagdgegner und Tierrechtler, den Import der Trophäe zu verhindern. Eine Petition soll beim U.S. Fish and Wildlife Service vorgelegt werden. Dieser Import ist jedoch vertraglicher Bestandteil der Auktion. Macht das Ministerium einen Rückzieher, ist diese hinfällig. Somit könnte der Texaner Corey Knowlton vom Kauf zurücktreten. Er plante, das Präparat einem Museum zu stiften.
 
Die namibische Regierung spürt derweil, dass es eng um die Einnahmen wird und veröffentlicht nun erste Pläne für den Einsatz der 350.000 US Dollar, um einer Absage der amerikanischen Behörde entgegenzuwirken. An oberster Stelle stehen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei durch Helikoptereinsätze, Bestandserhebungen sowie Möglichkeiten zur Patrouille.
 
Rund 1.000 Rhinos gingen im Nachbarstaat Südafrika im letzten Jahr auf das Konto von Wilderern. Wildschützer befürchten ein Übergreifen auf Namibia. Allein die Steigerung des Wertes der Stücke auf Preise oberhalb derer des Schwarzmarktes kann den Fortbestand sichern. Denn Wilderer sind weltweit gut organisiert und keine Menschen, die sich dilettantisch im Dunkeln anpirschen. Auch sie nutzen Helikopter und sind, das ist das Gefährliche daran, häufig bestens informiert. Finanzielle Interessen sind auch hier wirksamer, als das Propagieren reinen Gutmenschentums.
 
Namibia weist eine stabile Population des Spitzmaulnashorns auf, welche jährlich um circa 5 % wächst. Seit 1990 hat sich der Bestand fast verdoppelt. Der ersteigerte Abschuss ist ein notwendiger Hegeabschuss. Für Furore sorgte jedoch die Versteigerung außerhalb der Landesgrenzen durch den Dallas Safari Club im Januar diesen Jahres (JWW berichtete).
 
 
dmk
 
 
Weitere Informationen zum Abschuss des Spitzmaulnashorns:
 

 

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