Südafrika: Den Bock zum Gärtner gemacht

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Drei Angestellte des Kruger Nationalparks in Südafrika wurden mit frisch abgesägten Rhino-Hörnern erwischt.

Auch hoch zu Ross stellen Wildhüter im Kruger Park den Wilderern nach. Pferde sind zur lautlosen und schnellen Fortbewegung besonders geeignet. Aber schon einer der ersten Wildhüter des Parks, Harry Wolhuter, wurde zu Beginn des vorigen Jahrhunderts von einem Löwen vom Pferd gerissen. Während die Raubkatze ihn fortschleifte, erstach Wolhuter sie mit seinem Messer. (Quelle: Rolf D. Baldus)

Offenbar hatten die Behörden einen Hinweis bekommen. Verschiedene Polizeieinheiten führten danach zusammen mit der Nationalparkbehörde und dem Sicherheitsdienst des privaten Sabi Sands Reservat eine Operation in der Nähe des Paul-Kruger-Parkeingangs bei Skukuza durch. Erst nach einer Verfolgungsjagd konnte das Fahrzeug des Trios gestoppt werden. In dem PKW waren die Hörner versteckt. Ihre Zahl wurde nicht bekannt gegeben.

Zwei der Verhafteten waren Sicherheitskräfte des Parks. Die dritte Person war als Techniker beschäftigt. Sie erschienen bereits vor Gericht.

Der Park mit seinen zwei Millionen Hektar beschäftigt über 3.000 Personen. Da kann es nicht ausbleiben, dass auch Kriminelle dabei sind. Zwischen 2012 und 2018 wurden 29 Parkangestellte der Wilderei überführt, berichtete „Der Tagesspiegel“. 2018 führte die Verwaltung sogenannte „Integritätstests“ per Lügendetektor ein.

Zwischen Juli und September dieses Jahres wurden im Kruger Park 16 Personen wegen Wilderei festgenommen und sieben Feuerwaffen beschlagnahmt. Die Nationalparkbehörde SANParks teilte inzwischen mit, dass die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden. Dadurch ergeben sich für Besucher Verzögerungen an den Eingängen.

rdb

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