Südafrika: Wild ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

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Die südafrikanische „ALU School für Wildschutz“, die Fachkräfte für Wildmanagement und Naturschutz ausbildet, hat im Rahmen einer afrikaweiten Studie eine Analyse der Wildwirtschaft in Südafrika vorgelegt.

Berufsjäger und zwei Helfer mit einem erlegten Springbock. Die Jagd hat eine Vervielfachung der Wildbestände im Lande zur Folge gehabt. (Quelle: Rolf D. Baldus)

Dieser Wirtschaftszweig ist von erheblicher Bedeutung für die Regenbogen-Nation an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Zwischen 2005 und 2014 betrug allein der Wert der legal ausgeführten Produkte, die unter Artenschutz-Beschränkungen von CITES fallen, über eine Milliarde US-Dollar. Es gibt 9.000 Wildfarmen im Land, die alljährlich um die 500 Millionen zur Volkswirtschaft beitragen.

Die Jagd ist dabei einer der wichtigsten Sektoren. 85% der Jagdeinnahmen stammen von einheimischen Jägerinnen und Jägern, die vor allem für Wildbret jagen, aus dem sie meist durch Lufttrocknung „Biltong“ herstellen. Im Jahre 2018 erbrachte die Jagd einen Umsatz von etwa 825 Millionen US-Dollar. Auslandsjäger waren daran mit 125 Millionen beteiligt.

Die Wildwirtschaft hat in Südafrika ein großes sozio-ökonomisches Entwicklungspotential, könnte aber durch den politischen Trend des Protektionismus und der Einfuhrverbote in den westlichen Industrieländern ausgebremst werden.

rdb

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