Tansania: Pfarrer kriegt 20 Jahre wegen Elfenbein aufgebrummt

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Ein anglikanischer Pastor wurde von einem Landgericht in der tansanischen Dodomaregion wegen des Besitzes von Elfenbein schuldig gesprochen.

Zwei Elefantenstoßzähne waren bei ihm gefunden worden. Das Gewicht ist nicht bekannt. Der Wert des Elfenbeins soll nach Meinung des Gerichts aber 25.000 Euro betragen haben. Der Gottesmann hatte sich vor Gericht schuldig bekannt.

Wenn es um wertvolle Trophäen geht, wird in Tansania das Gesetz über Wirtschaftssabotage angewandt, das Strafen bis zu 30 Jahren Gefängnis vorsieht. Der Staatsanwalt bat das Gericht um eine harte Strafe, damit dieser Fall „anderen Dienern Gottes und auch der Öffentlichkeit als Lehre dienen kann, sich nicht an solchen Straftaten zu beteiligen“. Der Richter verkündete schließlich ein Strafmaß von 20 Jahren hinter Gittern.

Auch wenn der Gottesdienst ausfallen muss. In Tansania macht das Gesetz selbst vor Gottesdienern nicht halt (Symbolbild: Pixabay)

Der Verteidiger bat um Gnade, da der Verurteilte eine Familie habe und als junger Mann zum wichtigen Humankapital des Landes gehöre. Er kündigte Berufung an.

rdb

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