Weltartenschutzkonferenz erkennt wichtige Rolle der Trophäenjagd

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Bei der am Mittwoch (5. Oktober) zu Ende gegangenen Weltartenschutzkonferenz haben die insgesamt 183 CITES-Vertragsstaaten eine wichtige Entschließung über den Handel mit Jagdtrophäen verabschiedet.

 

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Die Trophäenjagd hat beim Spitzmaulnashorn maßgeblich zur Erholung der Art beigetragen
Es wird einstimmig anerkannt, dass „eine gut geregelte und nachhaltige Trophäenjagd im Einklang mit dem Artenschutz steht und zu diesem beiträgt, da sie ländlichen Gemeinschaften bessere Lebenschancen sowie Anreize für die Erhaltung von Lebensräumen bietet und einen Nutzen generiert, der zu Erhaltungszwecken investiert werden kann.“
„Die auf eine Initiative der Europäischen Union und Südafrikas zurückgehende Entschließung ist als willkommene Antwort auf die in jüngerer Zeit von einigen westlichen Ländern ausgehenden unwissenschaftlichen Angriffe auf und falscher Vorstellungen über die Trophäenjagd zu sehen“, so der Zusammenschluss der Verbände für die Jagd und Wildtiererhaltung in Europa (FACE). Die Entschließung konsolidiere und präzisiere die Rechts- und Nachhaltigkeitsstandards, welcher die Praktiken der Trophäenjagd, Jäger sowie Ausfuhr- und Einfuhrländer unterworfen seien.
Sie enthalte außerdem rechtsverbindliche Empfehlungen, etwa, dass Vertragsparteien, welche Jagdtrophäen von in CITES erfasste Arten ausführen, sicherstellen würden, dass die Trophäenjagd, sofern anwendbar, lokalen Gemeinschaften Vorteile sowie auf Aktivitäten der Trophäenjagd, welche Arten in Anhang I des CITES-Übereinkommens (z.B. bedrohte Arten) beträfen, diesen Arten einen „Erhaltungsnutzen“ erbringen sollten.
Beispiele für den Nutzen aus der Trophäenjagd seien in den vergangenen Jahren bereits in zahlreichen Studien illustriert worden. So gelte für das (in Anhang I von CITES erfasste) Spitzmaulnashorn, dass nur dessen Jagdtrophäen gehandelt werden dürften. Die Trophäenjagd habe maßgeblich zur Erholung dieser Art beigetragen.
Die Entschließung enthalte daher die wichtige Empfehlung an die Vertragsparteien, “den Beitrag der Jagd für den Artenschutz und die Erbringung eines sozio-ökonomischen Nutzen sowie deren Rolle bei der Schaffung von Anreizen für die Bevölkerung zur Erhaltung von Wildtieren bei ihren Überlegungen zu der Einführung strengerer Maßnahmen in den Ländern und ihrer Entscheidungen zu der Einfuhr von Jagdtrophäen zu berücksichtigen.“
Die Trophäenjagd werde noch eine maßgebliche Rolle bei der der Umsetzung erfolgreicher Erhaltungsstrategien spielen und FACE könne diesen Beschluss nur begrüßen.
 
PM/fh
 


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