Wiederbelebung: 6.000 Wildtiere ziehen nach Mosambik

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Mitte Juni 2017 startete mit der Initiative „Re-Wild“ eines der gewaltigsten Umsiedlungsvorhaben für Wildtiere im südlichen Afrika.

6.175 Wildtiere aus der Sango Wildlife Conservancy im Südosten Simbabwes sollen bis 2019 im 600 Kilometer entfernten Zinave Nationalpark in Mosambik eine neue Heimat finden.

Ziel der Initiative „Re-Wild“ ist es eigenen Angaben zufolge, den Tourismus in Mosambik wieder zu fördern, um Arbeitsplätze zu schaffen und das etwa 4.000 Quadratkilometer große Reservat im Westen des Landes mit Wildtieren zu revitalisieren.

Wiederbelebung des Zinave Nationalparks
Auch 250 Giraffen werden im Zinave Nationalpark ein neues Zuhause finden (Foto: Falk Haacker)

Nahezu der gesamte Wildtierbestand des Zinave Nationalparks wurde während des Bürgerkriegs ausgelöscht.

Zunächst sollen ab 18. Juni 2017 in einen Zeitraum von 8 bis 10 Wochen die ersten 2.000 Tiere eingefangen und per Lkw-Konvoi von Simbabwe nach Mosambik transportiert werden, darunter 50 Elefanten, 200 Zebras, 100 Giraffen, 900 Impalas, 200 Büffel, 200 Eland sowie 300 Gnus und 50 Kudus.

Die Gesamtkosten der Initiative unter Federführung der Sango Wildlife Conservancy werden auf rund 3 Millionen Euro geschätzt. International wird die Sango Wildlife Conservancy vom CIC (International Council for Game and Wildlife Conservation) unterstützt. Erst Ende 2016 wurde der Save Valley Conservancy vom CIC auf der Weltkonferenz der UN-Konvention über Biodiversität (CBD) in Cancun/Mexiko der Markhor-Preis für herausragende Naturschutzerfolge beim exemplarischen Schutz bedrohter Arten verliehen.

fh

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