Wolfsjagd in Schweden gestoppt

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Nachdem Anfang Januar 2013 der Abschuss von 16 stark von Inzucht betroffenen Wölfen durch die Naturschutzbehörde Schwedens freigegeben worden waren, wurde nun die Jagd abgebrochen.

 

Der Grund: Die 3 Naturschutzorganisationen WWF, Naturskydds- und Rovdjursföreningen hatten gegen den Beschluss der Naturschutzbehörde Klage eingereicht. Und auch die EU mischte sich ein.
 
16 Grauhunde waren Anfang Januar in bestimmten Revieren zum Abschuss freigegeben worden. In Kombination mit dem Aussetzen von neuen Wölfen sollte eine Blutauffrischung gewährleistet und die genetische Situation regionaler Wolfpopulationen verbessert werden. Nun wurde die Jagd wieder eingestellt. Das Urteil ist abzuwarten. Bisher sind 3 Wölfe erlegt worden. Nur bis zum 17. Februar hat der Wolf in Schweden Jagdzeit.
 
Der schwedischen Jagdverband Svenska Jägareförbundet steht dieser Klage mit großem Unverständnis gegenüber. Schließlich war der Beschluss durch das Wolfskomitee, dem beide großen Jagdverbände des Landes, der WWF, die Schwedische Raubwildvereinigung, der Bauernverband LRF, die Schwedischen Verbände der Samen und Viehhalter, Vertreter der Kommunen und Länder sowie der Naturschutzverband angehören, gemeinsam festgesetzt worden und fand Unterstützung aus der Politik und von der Naturschutzbehörde.
 
Doch nun mischte sich erneut die EU ein. Umweltkommissar Janez Potonik hatte Stockholm erst vor wenigen Tagen gewarnt, dass durch die Jagd die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Gemeinschaft verletzt werde. Er drohte, die Kommission sei bei Fortsetzung der Jagd gezwungen, Schweden zu verklagen. Inzwischen unterstützt Finnland die schwedische Wolfspolitik und wird versuchen, auch Janez Potonik davon zu überzeugen.
as
 


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