Bonn: Vier Länder wollen ihren Saiga Antilopen helfen

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Die vier wichtigsten Saiga-Länder haben zusammen ein Arbeitsprogramm für die nächsten vier Jahre beschlossen, um den Saiga-Antilopen zu helfen.

(Foto: Navinder Singh/wikimedia)

Das gab die in Bonn angesiedelte „Konvention über wandernde Tierarten“ (CMS) bekannt. Es handelt sich dabei um Kasachstan, die Mongolei, Russland und Usbekistan. Das Programm beinhaltet Schutz, den Aufbau neuer Populationen und nachhaltige Nutzung.

In jedem Land sind die Maßnahmen unterschiedlich, da auch der Zustand der Bestände je nach Land stark variiert. Während die Zahlen zum Beispiel in Usbekistan weiter fallen, sind sie in Kasachstan seit 2015 um das zehnfache angestiegen. In der Mongolei und Russland wachsen sie, aber weiterhin auf niedrigem Niveau. In Kasachstan wurden vor sechs Jahren etwa 83.000 Tiere gezählt, jetzt sind es wieder 840.000. Die Tiere wandern große Strecken und sind dabei Gefährdungen ausgesetzt. So verendeten 2015 etwa 200.000 Saigas wegen schlechten Wetters und Krankheiten. Länderübergreifende Zusammenarbeit ist wichtig, wenn man die Tiere schützen will.

Das CMS-Treffen begrüßte auch eine eigens angefertigte Studie über die nachhaltige Nutzung der Saigas. Dabei spielen auch Jagdtourismus und Trophäenjagd eine Rolle. Allerdings wird sie begrenzt sein, denn die Gebiete sind für internationalen Jagdtourismus sehr abgelegen, und die Saiga-Antilopen sind jagdlich wenig interessant. Primär geht es um Fleisch und die Gehörne, die in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung finden.

rdb

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