Frankreich: Interpol hat mit Operation „Donner“ gegen Wildtierschmuggler zugeschlagen

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In Lyon gab die internationale Polizeiorganisation Interpol die Ergebnisse einer weltweiten Razzia gegen den Schmuggel mit geschützten Tieren und Pflanzen bekannt. Die vierwöchige Operation mit dem Codenamen „Donner“ hatte 700 Verhaftungen und 2.000 Beschlagnahmungen zur Folge. 100 Länder waren beteiligt.

Interpol twitterte diese Grafik zur Operation „Donner“ (Quelle: Website Interpol, Screenshot)

In Kamerun stellten Zollbeamte 187 Elefantenstoßzähne sicher, die per Lastwagen aus Gabun kamen. In Mexiko retteten die Strafverfolgungsbehörden einen weißen Tiger, einen Jaguar und ein vier Monate altes Löwenjunges. Die Polizei in Simbabwe vereitelte den Transit von 32 lebenden Schimpansen aus der Demokratischen Republik Kongo, und der indische Zoll fing eine Sendung mit 18 Tonnen rotem Sandelholz ab, die für die Vereinigten Arabischen Emirate bestimmt war.

Beschlagnahmt wurden außerdem 1.400 lebende Schildkröten, 1.200 Vögel und 1.800 Reptilien. Insgesamt enthielt die Konterbande über 1,3 Tonnen Elfenbein, mehr als eine Tonne Pangolin-Schuppen, 87 LKW-Ladungen Holz und 60 Tonnen Meerestiere. Weitere Festnahmen und Strafverfolgungen werden im Zuge der laufenden weltweiten Ermittlungen erwartet.

Über 1,3 Tonnen Elfenbein wurden während der Operation „Donner“ sichergestellt. (Quelle: Website Interpol, Screenshot)

In Nordmazedonien wurden während der Operation fünf Polizeibeamte und drei Forstbeamte angegriffen, als sie versuchten, eine illegale Abholzung zu beenden. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt.

„Wildtier- und Forstkriminalität ist der viertgrößte illegale Handelszweig der Welt – ein lukratives illegales Geschäft mit weitreichenden und verheerenden Folgen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesellschaft, die öffentliche Gesundheit und die Weltwirtschaft“, sagte der deutsche Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock.

rdb

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