Schneeleopard

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Der Schneeleopard oder Irbis (Panthera unica) ist ein Bewohner der zentralasiatischen Gebirgswelt. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die Gebirgszüge vom Himalaya über den Hindukusch, Pamir, Kunlun, Tianshan bis zum Altai und erstreckt sich vom Baikalsee bis Osttibet, im Süden ist der Himalaya die Verbreitungsgrenze, im Westen der Hindukusch. Der größte Teil liegt in China.

Im Vergleich zum Leopard ist der hellgraue Schneeleopard zierlicher und leichter. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 100–150 cm, dazu kommen 80–100 cm Rute. Die Schulterhöhe beträgt ca. 60 cm, das Gewicht liegt zwischen 25 und 75 kg. Kuder sind mit durchschnittlich 50 kg deutlich schwerer und größer. Mit der extrem langen Rute steuert der Irbis seine weiten Sprünge bis zu 15 m. Die Rute dient auch als Kälteschutz, indem sich die Raubkatze darin einrollt. Der relativ kleine Kopf verhindert Wärmeverlust, die vergrößerten Nasenhöhlen erwärmen die kalte Atemluft. Die großen Pranten mit Haarpolstern an den Sohlen wirken wie Schneeschuhe.Dadurch sinken die Raubkatzen auf Schneefeldern nicht ein und sind besser vor Kälte geschützt.
Schneeleoparden sind Einzelgänger mit großen Streifgebieten. Paarungszeit zwischen Januar bis Februar. Ca. 100 Tage Tragezeit, durchschnittlich 2–4 Junge. Sie bleiben fast 2 Monate bei der Mutter, die sich deshalb nur jedes 2. Jahr paart.
Schneeleoparden favorisieren die offene Gebirgswelt bis zu Höhen von 6.000 Meter. Ihre bevorzugte Beute sind wilde Schafe und Ziegen, in tieferen Lagen auch Hirsche, Rehe und Wildschweine. Bei Nahrungsknappheit schlagen sie auch kleinere Wild- oder Haustiere. Der Bestand in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet von rund 2 Millionen km2 wird aktuell auf ca. 7.000 Exemplare geschätzt. Er ist im CITESAnhang I aufgeführt (stark gefährdet) und in allen Ländern, in denen er vorkommt, geschützt.