Italien – Hunderte Landwirte protestieren gegen Saueninvasion

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Auf dem Domplatz in Florenz haben am 2. August mehrere hundert italienische Landwirte gegen die „Invasion“ von Wildschweinen in Italien protestiert.

 

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Heftige Proteste italienischer Landwirte: Wenn’s um eine Gefährdung ihrer Weinberge geht, hört für viele Italiener der Spaß auf (Foto: Shutterstock)
Die Schwarzkittel würden riesige Schäden in Landwirtschaft und Viehzucht verursachen. Außerdem seien sie Ursache für viele Verkehrsunfälle. Besonders seien die Chianti-Weinberge gefährdet. „Wir pflanzen an, was die Wildschweine zerstören“ war auf den Plakaten zu lesen.
Für mehr Nachdruck sorgten hunderte Traktoren, die am Fluss Arno entlang fuhren. Pläne der Region, 250.000 Wildschweine zu töten, waren in den letzten Monaten auf heftige Proteste gestoßen. Umweltschützer und zahlreiche Prominente starteten eine Kampagne gegen die geplante Tötung.
Der aktuelle Bestand an Wildschweinen in der Toskana soll nach den Plänen der Region von 420.000 – das ist vier Mal höher als der italienische Durchschnitt – auf weniger als 150.000 verringert werden. Jährlich müssten Entschädigungen von 2,5 Millionen Euro an die Landwirte gezahlt werden. Im Straßenverkehr sei die Zahl der von Wildschweinen verursachten Verkehrsunfälle von 200 im Jahr 2013 auf mehr als 1.000 im Jahr 2015 angestiegen.
 
dk
 


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