Jagen auf Damhirsche – Starke Hirsche, kleine Preise

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Damhirsch-Jagden zwischen Irland und Südafrika – Der Damschaufler hat nicht nur eine originelle und beeindruckende Trophäe, sondern auch seine Bejagung ist reizvoll. Grund genug also, die vielfältigen Jagd-Möglichkeiten auf diesen Hirsch ausführlicher vorzustellen und dem Jäger neue Inspiration zu geben.

Der Damhirsch ist heute in fast allen Ländern Europas erfolgreich eingebürgert. Die Bestände und vor allem die Trophäen-Qualität sind aber in all diesen Ländern sehr unterschiedlich. Diese für jedes Land oder jedes Jagdgebiet so typischen jagdlichen Verhältnisse muss der Hirschjäger kennen, wenn er gezielt auf Damschaufler in verschiedenen Regionen der Erde jagen will.

 

Irland und Großbritannien

Sowohl in Irland, dieser grünen Insel im europäischen Nordwesten, als auch in mehreren Regionen Großbritanniens ist eine gute Schauflerjagd (speziell oder in Kombination mit anderen Wildarten) möglich. In der Regel handelt sich dabei um landschaftlich wunderschöne, leicht hügelige Reviere, in denen sich Wälder und dichte Hecken mit landwirtschaftlichen Flächen abwechseln.

Auch dort kann vom Ansitz aus gejagt werden. In der Regel handelt es sich dabei aber um sportliche Jagd, vor allem spannende Pirsch mit erfahrenen Jagdführern, die ihr Handwerk gut beherrschen. Die Trophäen-Qualität ist nicht berauschend, dafür sind die Preise sehr günstig und die Strecken oft bunt.

In Großbritannien kostet eine dreitägige Damhirsch-Jagd inklusive eines Schauflers ohne Trophäenlimit zirka 1.800 Euro. In Irland ist sie noch günstiger und kommt auf nur 1.200 Euro einschließlich zweier Hirsche (ein zusätzlicher Abschuss kostet 250 Euro).

Dänemark

Unter den zehn stärksten Damhirsch-Trophäen der Welt nach CIC-Wertung waren bisher neben den Spitzentrophäen aus Ungarn und Tschechien immer zwei bis drei Schaufler der Extraklasse aus Dänemark. Das ist kein Zufall, zählen doch Damhirsche aus den dänischen Revieren schon immer zur Weltklasse. Im Vergleich mit den polnischen Damhirschen haben jene aus Dänemark starke Schädel, die entsprechend mehr wiegen.

Dänemark ist ein traditionsreiches Jagdland mit hervorragender Jagdorganisation und gepflegten Wild-Beständen. Starke Damschaufler werden in der Regel auf Privatland gejagt, in landschaftlich schönen Revieren. Wenn „normale“ Damhirsch-Jagden hier um 2.000 Euro kosten, sind die Exklusiv-Jagden auf Privatland deutlich teurer und nicht jedermann zugänglich.

Gute Jagden werden auf den gepflegten Gütern auf Fünen und Seeland angeboten, wo Schaufler in allen Trophäenklassen (auch sehr starke) bejagt werden können. In den anderen Gebieten, wie auf der Insel Romso, hat der Jäger die Möglichkeit, auf Selektionshirsche in der Mittelklasse sehr günstig zu jagen.

Die Jagdzeit erstreckt sich in Dänemark vom 1. September bis zum 31. Januar, wobei die besten Jagderfolge in der Brunftzeit (10. bis 20. Oktober) erzielt werden.

Die Trophäen der Damhirsche in Großbritannien zeigen nicht viel Masse.

Fotos: Jürgen SchiersmannRobert Kern, Toma Ivanovic

Spanien & Italien

Spanien

Von allen westeuropäischen Jagdländern bietet Spanien sicherlich die besten Jagdmöglichkeiten auf starke Damschaufler, und zwar sowohl auf traditionellen herbstlichen und winterlichen Monterias (wo sie neben Rot-, Schwarz- und Muffelwild erlegt werden) als auch auf der Einzeljagd. Die Verbreitung des Damwildes (vornehmlich auf den privaten Fincas) deckt sich mit jener des Rot- und Schwarzwildes.

Zwar ist eine spezielle Damhirsch-Jagd fast überall und jederzeit möglich, die Bejagung erfolgt aber in der Regel im Rahmen einer Rothirsch- oder Mufflonjagd auf einer wildreichen Finca, wobei der Damschaufler bei Gelegenheit mit erlegt wird. Das klingt harmlos, in der Praxis sieht es aber viel schwieriger aus, weil der Schaufler genauso vorsichtig angepirscht werden muss wie ein Rothirsch oder Muffelwidder.

Die beste Jagdzeit liegt in der Zeitspanne zwischen den Monaten Oktober und Februar. Im Schnitt kommen Trophäenträger aus dem Bereich Bronze- oder Silber-Medaillenklasse zur Strecke, aber auch Goldschaufler kommen vor.

Die Geweih-Gewichte sind in Spanien eher bescheiden. Die Geweihe der Schaufler wiegen durchschnittlich zwischen 2,5 und drei Kilogramm, maximal vier Kilogramm, was eher eine Ausnahme ist. Die Jagdkosten für eine dreitägige Damhirschjagd liegen bei 1.000 Euro. Dazu kommt die Abschussgebühr für einen Damhirsch je nach Medaillenklasse und Jagdgebiet zwischen 2.000 und 3.500 Euro.

Italien

Etwas andere Schauflerjagden werden in den landschaftlich schönen Teilen Italiens in Umbrien (nahe Todi) und in der Toscana veranstaltet. Die Unterbringung ist genauso erstklassig wie die exzellente italienische Küche.

Der Jäger kann auch Begleitpersonen mitnehmen und vor oder nach der Jagd ein Besichtigungsprogramm absolvieren: Ausflüge in die Kunststädte der Umgebung, St. Gimignano, Siena, Perugia, Pisa, Florenz oder Rom.

Eine dreitägige Damhirschjagd kostet 1.250 US-Dollar plus Trophäengebühr ohne Limit für 2.000 US-Dollar. Hier kommen eher mittelstarke Schaufler zur Strecke, starke sind sehr selten.

Kroatien & Jugoslowien

Kroatien

Wer auf starke Muffelwidder oder Damschaufler gezielt jagen will, muss sich daran gewöhnen, dass solche Jagden oft in großen Jagdgattern sattfinden.

So ist auch in Kroatien kein nennenswertes Damwild-Vorkommen außerhalb eines Jagdgatters vorhanden. Die besten Jagdgebiete befinden sich im flachen Slawonien. Im Schnitt kommen hier Schaufler zwischen 2,5 und 3,5 Kilogramm zur Strecke, maximal um 4,0 Kilogramm (bis etwa 200 CIC-Punkte).

Seit zwei Jahren werden Schalenwild-Trophäen aus Kroatien hauptsächlich nach Geweihgewicht und Trophäen-Länge berechnet, auch die Damhirsch-Trophäe. Ein Schaufler kostet je nach Geweihgewicht zwischen 750 und 2.300 Euro.

Die Jagdzeit für den Damhirsch fällt in die Zeit vom 16. September bis zum 31. Januar. Die besten Chancen hat auch hier der Jäger in der Brunft (Oktober).

Ein Toprevier liegt nahe der slawonischen Stadt Vinkovci zwischen den Flüssen Donau und Save, etwa 250 Kilometer östlich von Zagreb. Das ist ein Rothirschrevier der Extraklasse mit einer Fläche von über 30.000 Hektar, auch mit gutem Schwarz- und Rehwildbestand.

In diesem Gebiet befindet sich auch ein Großgatter von 1.500 Hektar, in dem der Jäger nicht nur auf starke Schaufler (bis etwa vier Kilogramm Geweihgewicht), sondern auch auf gute Muffelwidder (sogar bis 220 CIC-Punkte) jagen kann.

Jugoslowien

Für den starken Damschaufler ist die nördliche Provinz Wojwodina das Hauptjagdgebiet. Die ersten Einbürgerungsversuche des Damwildes auf jugoslawischem Gebiet datieren aus dem 18. Jahrhundert, in der Wojwodina wird es vom Beginn des 20. Jahrhunderts an in den gräflichen Gatter-Revieren in der Nähe von Etschka und im Gebiet Futog-Cervic-Nestin sowie auf der Fruschka Gora gehalten.

Zwar ist das Interesse am Aussetzen und Hegen der Schaufler in den eingegatterten Revieren im ganzen Land sehr groß, der Bestand ist aber immer noch klein, so dass er kaum eine Rolle im Jagdtourismus spielt. Das ist aber das Schicksal des Damhirsches auch in anderen Jagdländern, wo er – genauso wie in der jugoslawischen Wojwodina – eher als zusätzliches Jagdwild im Rahmen einer anderen Jagd erbeutet wird.

Eine ernsthafte Bewirtschaftung des Damwildes findet heute vor allem in dem Gebirgszug Fruschka Gora und in den benachbarten Wäldern und Revieren (allein in Plawna leben etwa 1.000 Stück) statt, wie etwa im Donaugebiet bei Batschka Palanka. Hier können Damschaufler mit drei Kilogramm Geweihgewicht und mehr erlegt werden.

Wie bei allen Schalenwild-Arten wird auch beim Damhirsch in Jugoslawien die Abschussgebühr nicht nach Geweihgewicht, sondern nach CIC-Punkten berechnet. Für ein viertägiges Jagdarrangement zahlt der Jäger in einem wojwodinischen Toprevier um 600 Euro. Dazu kommen noch die Trophäengebühren für einen Damschaufler je nach CIC-Punkten zwischen 800 und 5.000 Euro.

Ungarn & Rumänien

Ungarn

Ungarn hat nicht nur weltweit den größten Damwild-Bestand, sondern auch trophäenmäßig die stärksten Damschaufler der Welt. Von den zehn stärksten Damhirschtrophäen des CIC kommen vier Rekordschaufler einschließlich des Weltrekords aus Ungarn (im Bereich zwischen 217 und 233 CIC-Punkten). Ungarn gilt nach wie vor als das mit Abstand beste Damhirschland der Welt.

Alle Schaufler mit Geweihgewichten über 4,5 Kilogramm gelten unter den deutschsprachigen Auslandsjägern als Spitzenhirsche. Vor drei Jahren wurde ein Rekordschaufler in einem ungarischen Revier zur Strecke gebracht, dessen Geweih unglaubliche 6,8 Kilogramm wog.

In den Toprevieren können heute noch sehr starke Schaufler erlegt werden. Obwohl dort der Damwildbestand sehr hoch ist, muss der Jäger eine Jagdwoche einplanen, um genug Zeit zu haben, einen Spitzenhirsch zu finden und zu erlegen.

Wer sich heute für Spitzenschaufler interessiert, wählt am besten die Jagd in den Revieren Guth, Gyulay oder Labod. Zu empfehlen wäre eine Damhirschjagd zur Brunftzeit (im Zeitraum zwischen dem 5. und 20. Oktober).

In der vergangenen Jagdsaison wurde in Labod ein Damhirsch mit 5,2 Kilogramm Geweihgewicht erlegt.

Das 8.000 Hektar große ungarische Revier Gyulaj ist neben dem Revier Guth wohl das beste Damhirschrevier der Welt. Hier kommen neben Damwild der Spitzenklasse (in einem Großgatter innerhalb des Reviers) auch Rot- und Schwarzwild vor. Die Jagdzeit erstreckt sich hier vom 1. Oktober bis zum 31. Januar.

Je nach Geweihgewicht kostet die Damhirschjagd zwischen 800 und 5.000 Euro, bei Schauflern über 4,5 Kilogramm auch mehr.

Rumänien

Im Westen Rumäniens, im flachen Banat, ist ein großer Damwildbestand vorhanden. Im Schnitt liegen die Geweihgewichte erlegter Damhirsche zwischen drei und vier Kilogramm, in der obersten Klasse auch bis 4,5 Kilogramm. Je nach Geweihgewicht werden Trophäengebühren zwischen 550 und 1 550 Euro erhoben.

Bisher hat jeder Gastjäger hier seinen Schaufler zur Strecke gebracht, viele von ihnen haben auch einen zweiten und sogar noch einen Keiler dazu erlegen können.

Auch im rumänischen Süden gibt es gute Damwild-Reviere, nur ist der Wildbestand dort nicht ganz so hoch wie im Westen. Die Geweihgewichte sind im Süden auch geringer und erreichen maximal 3,5 Kilogramm. Die Jagdzeit geht vom 1. September bis zum 15. Dezember, die besten Erfolge werden aber zur Brunft im Oktober erzielt. Die Jagdführer sind erfahren und sehr professionell. Es wird in der Regel auf die Schaufler gepirscht, aber auch Ansitz oder die traditionelle Pirschfahrt mit dem Pferdewagen ist möglich.

Bulgarien & Polen

Bulgarien

Auch in den bulgarischen Revieren (alles freie Wildbahn) am Schwarzen Meer im Südosten des Landes werden hervorragende Schauflerjagden veranstaltet. Das durchschnittliche Geweihgewicht liegt hier zwischen 3,0 und 3,8 Kilogramm, maximal 4,0 bis 4,5 Kilogramm. Schaufler mit fünf Kilogramm Geweihgewicht wie in Ungarn gibt es in den bulgarischen Revieren nicht.

Der bulgarische Damhirsch ist stark im Wildbret und hat formschöne und breite Schaufeln.

Die Jagdzeit ist vom 1. September bis 31. Januar, die beste Zeit aber während der Brunft (15. bis 30. Oktober). Während einer Jagdwoche kann der Jäger zwei bis drei Schaufler erlegen. Dabei handelt es sich um Jagden, die seit 30 Jahren mit viel Erfolg veranstaltet werden. Die Unterbringung erfolgt in einem komfortablen Jagdhaus oder einem 3-Sterne-Hotel nur zehn Autominuten von der Schwarzmeerküste entfernt. Oft kann man noch bis Ende Oktober im Schwarzen Meer baden, so dass man auch zur Damhirschbrunft sehr gut Jagd und Familienurlaub dort verbinden kann.

Dazu kommen noch sehr günstige Charterflüge von Frankfurt, Düsseldorf oder Wien nach Varna und Burgas, was die Gesamtkosten etwas reduziert. Die Trophäengebühr liegt je nach Geweihgewicht zwischen 500 und 3.000 Euro und somit unter der ungarischen. In allen diesen Revieren ist leicht eine Kombination mit anderen Wildarten möglich, in erster Linie mit einer Jagd auf starkes Rot-, Schwarz- und Rehwild, sogar auf Wasserwild.

Polen

Natürlich ist die Nachfrage nach Damhirsch-Jagden in den deutschsprachigen Ländern nicht so groß wie bei sehr beliebten Rothirsch- und Rehbockjagden, und trotzdem vermitteln große deutschsprachige Jagdagenturen jedes Jahr bis zu 40 Schauflerjagden. In Polen gibt es mindestens drei hervorragende Reviere, die gute Schauflerjagden veranstalten. Dort gibt es keine Gatter, sondern nur Reviere in freier Wildbahn.

Im Schnitt weisen polnische Damschaufler ein Geweihgewicht zwischen 2,5 und 3,0 Kilogramm auf. Der stärkste von einem Gastjäger erlegte Damhirsch hatte ein Geweihgewicht von 3,2 Kilogramm.

Der polnische Damhirsch hat kein hohes Wildbretgewicht, auch sein Schädel ist kleiner als der eines Schauflers aus Ungarn oder Dänemark. Dadurch erklärt sich teilweise auch das geringere Geweihgewicht der Damschaufler aus den polnischen Revieren.

Die beste Jagdzeit ist zur Brunft (15. bis 25. Oktober). In drei
Jagdtagen rechnet man mit einem sicheren Jagderfolg auf einen Schaufler.
Zusätzlich können je nach Revier auch Rothirsch oder Keiler erlegt
werden.

Ein fünftägiges Jagdarrangement kostet 650 Euro plus Trophäengebühr je
nach Geweihgewicht zwischen 500 und 1.000 Euro. Auch eine pauschale
Abrechnung ist möglich. Für eine fünftägige Jagdreise inklusive eines
Schauflers ohne Trophäenlimit zahlt der Jäger immerhin nur 250 Euro.

Texas

Texas

Zum Schluss möchten wir hier auch drei ungewöhnliche Jagdmöglichkeiten auf anderen Kontinenten vorstellen, wo das Damwild vor vielen Jahren erfolgreich eingebürgert wurde.

Der nordamerikanische Bundesstaat Texas ist für seine guten Jagdgebiete bekannt. Eine texanische Spezialität sind aber Jagdranches, die auch dem verwöhntesten amerikanischen und europäischen Jäger einiges zu bieten haben: luxuriöse Unterbringung mit Tennisplätzen und Swimmingpool, Spezialitätenküche, hohe Wildbestände und „herausragende“ Trophäenqualität.

Jagen und Fischen ist hier während des ganzen Jahres erlaubt, die besten Jagdzeiten sind aber sicherlich im Herbst und Winter. Der Hirschjäger kann hier nicht nur mittelstarke bis starke Damschaufler, Axis-, Rot-, Sika-, Wapiti- und Weißwedelhirsche erlegen, sondern auch fast 30 weitere Wildarten wie Eland, Impala, Nubischen Steinbock, Mähnenschaf, Mufflon, Pekari oder Bison.

Für diese Jagd ist eine rechtzeitige Reservierung nötig. Die Tagesrate beträgt 200 US-Dollar pro Jäger bei einer Mindestbuchung von drei Jagdtagen. Trophäengebühren werden je nach Wildart und Trophäenstärke verrechnet.

Der Abschuss eines Damhirsches kostet zwischen 1.000 und 2.000 US-Dollar, je nach dem, ob man einen Hirsch in „normaler“ Stärke oder einen Schaufler der Rekordklasse erlegen möchte.

Ob die Jagd auf den Schaufler zwischen Wasserbüffeln und Oryx jedoch das Herz eines mitteleuropäischen Jägers trifft, muss bezweifelt werden. So viel zu den Texotics.

Neuseeland & Südafrika

Neuseeland

Ähnlich exotisch vom Standpunkt des europäischen Hirschjägers aus ist eine Damschauflerjagd in Neuseeland. Wie in Texas spielt auch hier der Damhirsch nur eine Nebenrolle, zum Beispiel während einer Neuseeland-Jagd auf Gams, Himalaya-Tahr oder Rothirsch.

Die Jagd auf den Schaufler ist in Neuseeland sowohl in freier Wildbahn als auch auf eingezäunten Jagdfarmen möglich. Die Bestände des Damwildes in freier Wildbahn sind gering, so dass es sehr schwer ist (es wird keine Garantie für den Abschuss gegeben), einen Hirsch während eines Jagdaufenthaltes zur Strecke zu bringen. Deshalb ist die Trophäengebühr viel niedriger als bei Gatterwild.

Auf den Jagdfarmen kann eine garantierte Jagd gebucht werden. Im Schnitt beträgt die Trophäengebühr auf Jagdfarmen zirka 1.500 US-Dollar. Auf manchen ist sie günstiger, auf manchen aber auch höher.

Eine neuseeländische Damhirschtrophäe ist bei weitem nicht so stark wie eine aus Europa. Die Schaufeln sind zwar gut ausgeprägt, jedoch nicht so breit wie in den europäischen Revieren. Das Geweihgewicht liegt maximal bei drei bis 3,5 Kilogramm, kaum darüber.

Jagdfarmen sind sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel vorhanden. Die Wahl des Jagdgebiets richted sich nach der Hauptwildart, die man bejagen möchte (Rothirsche auf Jagdfarmen im Norden oder Gams und Tahr im Süden).

Südafrika

Wer es noch ungewöhnlicher haben muss, der kann in Südafrika auf einigen Farmen unter dem Kreuz des Südens auf den Schaufler pirschen. Auch das ist wohl genauso zu beurteilen wie die Jagd auf die Exoten in Texas. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die Damhirschjagden in den verschiedenen Jagdländern sind so unterschiedlich, dass die einzelnen Jagden sehr schwer miteinander vergleichbar sind. Wer sie kennenlernen möchte, hat die Qual der Wahl. Wir wünschen jedenfalls viel Anblick von starken Schauflern und Waidmannsheil zwischen Irland und Südafrika.

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