Kenia: 160-Pfünder Elefant verendet

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Am 4. Februar ist in Kenia einer der großen alten Bullen im Amboseli-Nationalpark verendet.

Ein großer Tusker aus Tansania. Doch seine Stoßzähne wiegen vielleicht gerade einmal halb so viel wie die des nördlich der tansanischen Grenze im kenianischen Amboseli verendeten Bullen. (Foto: Spike Williamson/Archiv Baldus)

Das Tier war über 50 Jahre alt und hatte mächtige Stoßzähne. Der Kenya Wildlife Service (KWS) sprach davon, dass sie über 100 Pfund wiegen. Informell ist jedoch zu hören, dass der rechte Zahn 73 kg oder 160 englische Pfund wog und 300 cm lang war. Der linke Zahn habe 61 kg oder 134 Pfund gewogen und 280 cm gemessen. Der Umfang an der Basis habe jeweils 50 cm betragen.

Tieraktivisten hatten dem Elefanten den Namen Tim gegeben und belegen ihn jetzt mit menschlichen Attributen. Auch der tierrechts-dominierte staatliche KWS bezeichnet ihn als „gütig, friedlich, bescheiden und anspruchslos“. Angeblich hätten ihn diese Eigenschaften ausgezeichnet. In Wirklichkeit hatte der alte Bulle eine lange Geschichte des Konflikts mit den ansässigen Kleinbauern und Viehzüchtern hinter sich. Regelmäßig drang er allein oder mit einer Bullenherde in landwirtschaftliche Gebiete ein. Er wurde deshalb mehrfach von Rinderhirten verletzt. Zweimal mussten ihm von Veterinären Speere aus dem Kopf und der Schulter heraus operiert werden.

Laut KWS kümmerten sich junge Bullen sogar rührend um sein Wohlergehen. Tatsächlich haben ihn jüngere Bullen zuletzt öfters angegriffen, und dies soll die eigentliche Ursache seines jetzigen Todes sein. Er ist offenbar nicht allein an Altersschwäche verendet.

Die Behörden lassen den Elefanten im kenianischen Nationalmuseum präparieren. Auch der 1974 verendete große Tusker „Ahmed“ wurde präpariert und steht heute im Museum.

rdb

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