Mosambik: 100 Millionen Dollar für Wildschutz

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Die Regierung von Mosambik gab bekannt, dass sie 100 Millionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren für Wildmanagement und -schutz ausgeben will. Dies sei wegen der verbreiteten Wilderei erforderlich.

Allein die Elefanten seien zwischen 2009 und der letzten Zählung im Jahr 2014 von 20.000 auf nur noch 10.300 Tiere zurück gegangen.

Seitdem ist die Wilderei ungebremst weiter gegangen. Zum Beispiel wurden in der Provinz Cabo Delgado in den letzten beiden Jahren über 100 Elefanten-Stoßzähne beschlagnahmt, elf davon im letzten Monat. Im Hafen Maputo fielen im April dem Zoll 867 Stoßzähne mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen in die Hände. Kurz zuvor waren es drei Tonnen gewesen, die für Kambodscha bestimmt waren.

Besonders auf Büffel gilt Mosambik derzeit als Geheimtipp. (Foto: Pixabay)

Besonders peinlich für die Behörden: Die Zähne der letzten Beschlagnahme stammten überwiegend aus Einbrüchen in staatliche Lager der Forst- und Wildschutzverwaltung. Verdächtige gibt es keine, und selbst der zuständige Minister musste feststellen, dass das Rechtssystem nicht funktioniert.

Deswegen sind Beobachter auch nicht überzeugt davon, dass Finanzspritzen allein die Lage verbessern. Ohnehin muss der größte Teil des Geldes von ausländischen Staaten kommen, und es ist nicht bekannt, ob ausreichend feste Zusagen vorliegen.

Die Jagdverwaltung dürfte allerdings in jedem Fall von einer vermehrten Aufmerksamkeit und einer besseren Finanzierung der Wildhüter vor Ort profitieren. Es gibt zahlreiche Jagdblocks (Coutadas), die weiterhin gute Jagd ermöglichen.

rdb