Namibia: 57 Elefanten verkauft

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Im vergangenen Dezember hatte die namibische Regierung beschlossen, 170 Elefanten aus vier landwirtschaftlichen Problemgebieten nicht abschießen zu lassen, sondern per Auktion an Interessenten zu verkaufen. Diese mussten bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Ein Elefant in der Nähe von Tsumkwe/Namibia am lebenswichtigen Wasser (Quelle: Rolf D. Baldus)

Am 11. August teilte das Ministerium für Umwelt, Forstwesen und Tourismus in Windhuk nun mit, dass 57 Elefanten verkauft werden konnten. Es gab fünf Bieter, von denen drei erfolgreich waren. 15 Tiere können in Namibia bleiben, 42 sollen exportiert werden.

Es wurde noch nicht entschieden, in welchen Gebieten diese Elefanten gefangen werden. Man wird aber dort eingreifen, wo es die größten Konflikte zwischen Mensch und Tier gibt. Ziel der Aktion ist es ja, die erheblichen Schäden in landwirtschaftlichen Gebieten zu verringern und auch dort zu reagieren, wo es Tote und Verletzte aufgrund der Elefanten gab. Erhebliche Schäden waren durch Elefanten auf kommerziellen Ackerflächen und Rinderfarmen in den Gebieten Omatjete, Kamanjab, Grootfontain und Tsumkwe entstanden.

Das Ministerium rechnet mit Einnahmen von 340.000 Euro. Der gesamte Gewinn fließt in einen staatlichen Treuhandfonds, der zur Finanzierung des Wildschutzes dient.

Tieraktivisten hatten eine Kampagne gegen den Verkauf der Elefanten gestartet, ohne aber selbst eine Alternative für die Lösung der Probleme aufzuzeigen. Beobachter vor Ort halten es für möglich, dass diese Kampagne potentielle Käufer abschreckte.

rdb

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