Nordamerika: Rückgang der Vögel – aber auch eine Erfolgsgeschichte dank Jäger

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Seit 1970 ist in den USA und Kanada ein Rückgang der Vögel aller Art um 29 % zu verzeichnen.

Das zeigt eine am 19. September in der renommierten Zeitschrift „Science“ veröffentlichte Studie. In Zahlen ausgedrückt sind 3 Milliarden Vögel verloren gegangen. Die Wissenschaftler befürchten, dass dieser Trend anhält. Da Vögel ein Indikator für den ökologischen Zustand der Umwelt sind, muss man von einer ernsten Krise der Ökosysteme ausgehen.

Wasservögel sind Profiteure der Jäger-Investitionen in den Naturschutz (Foto: Lars_Nissen_Photoart /Pixabay)

Hauptgrund sind die weit verbreiteten Verluste an Habitaten, bedingt durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Verstädterung. An weiteren Faktoren werden Hauskatzen, Glasfenster und ein durch Insektizide bedingter Rückgang der Insekten genannt. Es gibt allerdings auch einige wenige positive Entwicklungen. So sind die Greifvögel wieder im Aufwind, seitdem DDT verboten ist.

Dann stellen die Autoren fest: „Wasservögel (Enten, Gänse und Schwäne) haben in den letzten 50 Jahren einen ganz bemerkenswerten Wiederaufschwung erlebt. Dies wurde ermöglicht durch die Investitionen der Jäger in den Naturschutz und die Milliarden Dollar, die der Staat für den Erhalt und die Renaturierung von Feuchtgebieten ausgegeben hat.“

Zweckgerichtete Steuern und Abgaben der Jäger finanzieren diese staatlichen Ausgaben. Fast 6 Millionen Hektar Seen, Sümpfe, Flussufer und andere Wasservogelhabitate wurden auf diese Weise durch die Jäger bewahrt.

rdb