Simbabwe: EU steckt 12 Millionen Euro in Wildschutzgebiet

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Die Europäische Union wird 12 Millionen Euro für die „Save Valley Conservancy“ im Südosten Simbabwes bereitstellen.

Wichtigste Einnahmequelle im Save Valley Conservancy ist die nachhaltige Trophäenjagd (Montage: Shutterstock/SVC)

Die Conservancy ist mit 300.000 Hektar eines der größten privaten Wildschutzgebiete in Afrika. Hier gibt es die Big Five. Man verzeichnet Erfolge im Schutz von bedrohten Arten, beherbergt und schützt über 160 Nashörner. Durch proaktives Management gibt es dort inzwischen mehr Löwen, Leoparden, Antilopen und Elefanten, als das Ökosystem tragen kann. So wird man wohl auch in diesem Jahr wieder hunderte von Tiere stiften können, die für den Bestandsaufbau von leer gewilderten Nationalparks zur Verfügung stehen. Vor einigen Jahren wurde das Hegegebiet zum “Gold-Standard des Naturschutzes” von amerikanischen Naturschutz-TV-Sendern ernannt.

Wichtigste Einnahmequelle ist die nachhaltige Trophäenjagd. Das vom internationalen Jagdrat CIC für seine Erfolge bei der Erhaltung der Bio-Diversität mit dem renommierten Markhor Preis ausgezeichnete Schutzgebiet litt sehr unter dem Mugaberegime. Einigen privaten Eigentümern wurden Ländereien abgenommen und ZANU-Parteigängern zugeschanzt.

Da Save über reiche Wildbestände verfügt, konnten Wildtiere sogar in andere Gebiete umgesiedelt werden. Diese Aktion wurde 2013 mit knapp 700.000 Euro im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe über die vom verstorbenen südafrikanischen Präsident Nelson Mandela mit gegründete „Peace Parks Foundation“ bezuschusst.

Die Partei „Die Linke“ sah darin finstere Machenschaften und den Missbrauch von Entwicklungshilfe. Die linken Abgeordneten stellten 2015 eine „kleine“ Anfrage im Deutschen Bundestag, die immerhin mehr als hundert Fragen umfasste. Denn das Wild kam aus dem Gebiet der „Sango Wildlife Lodge“, die einem deutschen Unternehmer gehört. Dieser hatte allerdings von der deutschen Finanzierungshilfe an Save und den Gonarezhou Park persönlich keine Vorteile gezogen. Peinlich für „Die Linke“, dass jetzt auch die EU die „Save Valley Conservancy“ als unterstützungswürdig ansieht.

rdb