Simbabwe: Zoologische Gesellschaft Frankfurt will 20 Nashörner auswildern

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Der Projektleiter der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) Hugo van der Westhuizen gab in Simbabwes Gonarezhou-Nationalpark bekannt, dass man bald wieder Spitzmaul-Nashörner im Park haben wird.

Dies war eines der Hauptziele des Schutzprojektes, das die ZGF zusammen mit der Nationalpark- und Wildschutzbehörde von Simbabwe seit 2007 durchführt. Bislang scheiterte dies vor allem am Personalmangel. Schutz und Betreuung von Nashörnern sind personalintensiv. Im nächsten Jahr sollen mindestens 20 Nashörner ausgewildert werden.

Ranger
Ranger Patrouille im Gonarezhou Nationalpark (Foto: Elsabe van der Westhuizen/ZGF)

Vor 30 Jahren wurden die 200 Nashörner des Parks gewildert. Damals gab es 23 Wildhüter. Heute sind es 250. Als Folge des Projektes gilt der Park inzwischen als so sicher, dass man das Risiko frei lebender Nashörner eingehen kann. Die ZGF hat Erfahrung mit der Auswilderung von Nashörnern gesammelt, z.B. im Serengeti-Nationalpark in Tansania. In Kenia waren kürzlich mehrere Nashörner nach einer Umsiedlung verendet.

Der Gonarezhou-Nationalpark liegt im Südosten Simbabwes und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 5.000 Quadratkilometern. Er ist Teil des grenzüberschreitenden „Greater Limpopo“- Schutzgebietes, das Parks in Simbabwe, Mosambik und Südafrika zu einer Gesamtfläche von 35.000 Quadratkilometer verbindet.

rdb

2016 plante der südafrikanische Geschäftsmann und Naturschützer Ray Dearlove eine Umsiedelung von 80 Breitmaulnashörnern.

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