Südafrika: Löwenrudel macht Städtchen unsicher

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Für Südafrika ist es ungewöhnlich, wenn Löwen in freier Wildbahn umherziehen. Ganz anders als in Ländern wie Sambia, Mozambik oder Tansania sind die Nationalparks und Wildschutzgebiete mit gefährlichen Großkatzen eingezäunt.

Doch die Behörden warnten jetzt die Bevölkerung des am Rande des Kruger Nationalparks gelegenen Städtchens Phalaborwa vor einem 14-köpfigen Löwenrudel, das dort in freier Landschaft herum streift. Die Provinzbehörden machten den Krugerpark schnell als Verantwortlichen aus und forderten die Wildhüter auf, ihre Löwen zurück zu holen. Doch ein Sprecher des Parks sagte, dass die Löwen nicht von dort kämen. Man könne sie auch nicht in das Schutzgebiet holen, da es dann zu erbitterten Kämpfen mit den dort lebenden Rudeln käme. Im Kruger gebe es keine freien Lebensräume für Löwen. Damit ist der schwarze Peter wieder bei der Provinz, die nicht weiß, wohin mit den Löwen. Wahrscheinlich wird man ein privates Wildreservat für eine Umsiedlung finden. Ob dies dann aber eine tierschutzgerechte Lösung sein wird, sei dahingestellt.

Während die Sorgen der Behörden der Sicherheit der Bevölkerung vor Löwen galten, wurde in einer Mine am Rande der Stadt ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma von einem Elefanten tot getrampelt. In der vergangenen Woche hatte ein Leopard das 2-jährige Kind eines Wildhüters im südlichen Krugerpark getötet, das beim Elternhaus spielte. Daraufhin hatten Scouts 2 Leoparden in der Nähe geschossen. Die Wohnhäuser der Parkangestellten sind zwar eingezäunt, liegen aber innerhalb des Parks.

rdb

Während nach einer Unterkunft für die Löwen gesucht wird, richten andere Raubkatzen Unheil an (Foto: Pixabay)