Südsudan: Vertreter von Hilfsorganisation schmuggeln gefährdete Tierarten

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Die Ministerin für Naturschutz und Tourismus, Nunu Kumba, hat Mitarbeiter von im Lande tätigen Hilfsorganisationen beschuldigt, Produkte gefährdeter Wildarten aus dem Lande zu schmuggeln:

„Wir haben verschiedentlich feststellen müssen, dass einige internationale Helfer sich am verbotenen Handel mit Wildtierprodukten beteiligen“, so Ministerin Kumba. Sie nannte als Beispiel einen Entwicklungshelfer, der kurz zuvor in Rumbek mit einem Rhino-Horn erwischt worden war.

Das Material war offenbar zu einem Spazierstock verarbeitet worden. Der Handel mit Elfenbein und Nashorn war von der südsudanesischen Regierung im letzten Jahr verboten worden, ist aber immer noch weit verbreitet.

Nach Jahrzehnten Bürgerkrieg gilt der Südsudan nach den offiziellen Einkommensstatistiken als ärmstes Land der Erde. Tausende Entwicklungshelfer und Mitarbeiter humanitärer Organisationen sind im Lande tätig.

rdb

JWW