Tansania: Größte Jagdfirma schmeißt das Handtuch

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Nach über 40 Jahren Großwildjagd in Tansania hat die größte Jagdfirma des Landes alle angepachteten Jagdblocks an den Staat zurückgegeben.

„Pasanisi Safaris“ gab dies in Dar es Salaam bekannt. Die USA seien der wichtigste Markt, und die Einfuhrverbote der USA für Trophäen von Löwen und Elefanten verhinderten, die Jagdblocks kostendeckend zu bewirtschaften. Früher habe man 126 Safaris im Jahr veranstaltet. Am Schluss seien es wegen des amerikanischen Einfuhrstopps nur noch eine Handvoll gewesen.

Aufgrund der Verluste mache man nicht mehr weiter. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon die große amerikanische Jagdfirma Friedkin zurückgezogen.

Bislang haben die Jagdfirmen jedes Jahr Millionenbeträge in den Wildschutz zusätzlich zu ihren Abgaben an den Staat investiert. Beobachter vor Ort befürchten einen Zusammenbruch der Wildbestände in den nächsten Jahren, weil der vorhandene Schutz weg bricht und die Jagdblocks jetzt von Viehzüchtern übernommen werden. Die staatliche Behörde, die für den Schutz des Wildes in den Jagdgebieten außerhalb der Nationalparks zuständig ist, finanziert sich aus den Jagdeinnahmen.

rdb