USA: Boykott von Elefantentrophäen aus Simbabwe in der Kritik

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Seit 3 1/2 Jahren dürfen keine Elefantentrophäen aus Simbabwe in die USA importiert werden.

Die Regierung Obama hatte dies ohne größere Prüfung der biologischen Voraussetzungen und der Fakten, primär aus innenpolitischen Gründen entschieden.

Faktisch dürfen auch keine Löwentrophäen importiert werden. Die Regierung Trump hat bislang nichts unternommen, um diesen Zustand kritisch zu überprüfen. Amerikanische Jagdverbände haben dies heftig kritisiert, und die „Conservation Force“ hat in diesem Monat noch einmal den Behörden alle relevanten Fakten vorgetragen.

Das Importverbot von Trophäen aus Simbabwe in die USA steht in der Kritik (Symbolbild: Shutterstock)

Das Verbot hat den Wildschutz in Simbabwe finanziell empfindlich getroffen. Auch die ländlichen Gemeinden, die über das CAMPFIRE-Programm von der Jagd finanziell profitieren, verlieren angesichts schwerer landwirtschaftlicher Schäden und verschiedener durch Elefanten verursachte Todesfälle ihre Geduld. 90 % der CAMPFIRE-Einnahmen kamen vorher von der Jagd und zwei Drittel davon von der Elefantenjagd.

Zwischenzeitlich haben die Wildschutzbehörden Simbabwes dem amerikanischen Fish and Wildlife Service, der über die Einfuhr gefährdeter Wildarten entscheidet, mehrfach berichtet. Elefantenzählungen haben stattgefunden. Es gibt einen neuen Management-Plan für Elefanten, und im Grundsatz sind alle Bedenken der amerikanischen Behörde widerlegt worden. Die Elefantenpopulation in Simbabwe war trotz vorkommender Wilderei zwischen 2001 und 2014 im Wesentlichen stabil. Sie liegt bei ungefähr 140.000 Tieren. Die Kapazität des Ökosystems beträgt aber nur etwa 45.000 Elefanten. Im Ergebnis gibt es großflächige Vegetationsschäden und zunehmende Konflikte mit der bäuerlichen Bevölkerung.

Der US-„Fish and Wildlife Service“ hat bei Verhandlungen mit der „Conservation Force“ in diesem Monat zugesagt, eine Entscheidung über das Fortbestehen des Boykotts in Kürze zu treffen.

rdb

JWW