Benin: Terroristen töten fünf Wildhüter im Nationalpark

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Update: Tageszeitungen berichteten inzwischen, dass die französische Armee 40 der beteiligten Terroristen im Grenzgebiet getötet habe. Dabei kamen eine Fliegerstaffel sowie Drohnen zum Einsatz.

Fünf Wildhüter und ein Soldat wurden am vergangenen Dienstag bei einem Überfall im W-Nationalpark im Norden Benins getötet. Das teilte die Parkverwaltung mit.

Der Nationalpark W ist ein grenzübergreifender Nationalpark in den afrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso und Niger. (Karte: Adobe Stock/Agrus)

Die in Holland angesiedelte NRO „African Parks“, die den Nationalpark seit 2020 managt, bestätigte dies. Sie hätten eine Patrouille im Grenzgebiet zu Burkina Faso und Niger durchgeführt und seien in einen Hinterhalt gelockt worden. Weitere zehn Personen seien verletzt worden. Unter den Getöteten ist auch ein Franzose berichten Sicherheitskreise. Französische Ex-Soldaten bilden Ranger in Benin aus und begleiten sie auch bei Operationen im Busch.

Bislang hat niemand die Verantwortung für den Angriff übernommen. Allerdings hat die französische Regierung nach Medienberichten eine Untersuchung wegen Terrorismus eingeleitet. Ein dschihadistischer Aufstand mit Ursprung in der Sahelzone hat sich auf Teile der westafrikanischen Küstenregion ausgeweitet, darunter auch den Norden Benins. Man muss deshalb von islamistischen Terroristen ausgehen. Laut African Parks wurden militärische Verstärkung und zusätzliche Ranger in das Gebiet entsandt.

Die beninische Armee hat ihre Präsenz im Norden des Landes seit den ersten beiden Anschlägen Ende letzten Jahres verstärkt. Der Nationalpark W ist ein grenzübergreifender Nationalpark in den afrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso und Niger. Er bildet zusammen mit dem Nationalpark Pendjari in Benin und dem Nationalpark Arly in Burkina Faso den sogenannten WAP-Nationalparkkomplex (etwa 31.000 qkm), welcher seit 2017 UNESCO-Welterbe ist.

rdb

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