FDP: Jagd in Afrika zu verbieten ist weltfremd und arrogant

2004

Die Bundestagsfraktion der Freien Demokratischen Partei hat sich auf Anfrage zum Thema nachhaltige Jagd in Afrika geäußert.

Die FDP meint: Solchen Menschen ihre Einnahmequellen wegnehmen zu wollen, das wäre arrogant! (Foto: Rolf D. Baldus)

Das Einkommen von Entwicklungsländern stamme auch aus jagdlichen Aktivitäten. Deshalb stellt die FDP fest: „Die Jagd dient somit auch der lokalen Bevölkerung, um ihre Felder z.B. vor Elefanten zu schützen. Jagd in Afrika zu verbieten ist ein völlig weltfremder Gedanke aus einem städtischen Europa.“

Man müsse kein Freund der Trophäenjagd sein. Wenn es aber Jagdtouristen gäbe, die für die Nutzung der Natur bezahlten und es der Natur nicht schade, dann sollte man den Eigentümern nicht ihre Einnahmequellen wegnehmen. „Das wäre arrogant“, schließt die Freie Demokratische Partei ihre Stellungnahme.

Hintergrund der Anfrage an die FDP war ein Schreiben von drei Dutzend Basisorganisationen aus dem südlichen Afrika an die Spitze der Partei „Bündnis 90/Die GRÜNEN“. In einem dringenden Appell hatten die Vertreter von Millionen Afrikanern die GRÜNEN aufgefordert, Naturschutz in Afrika zu ermöglichen und die Menschenrechte zu respektieren. Jagdverbote, wie von der grünen Partei gefordert, seien der Erhaltung der biologischen Vielfalt diametral entgegengesetzt. Sie würden außerdem die Rechte armer Menschen in Afrika auf nachhaltige Bewirtschaftung ihrer natürlichen Ressourcen mit Füßen treten.

rdb

ANZEIGEAboangebot